Es ist schon ein mulmiges Gefühl, ein Gefühl von Abschied und Aufbruch. Nach sechs Jahren bin ich jetzt arbeitslos. Sechs Jahre lang sind mir meine Arbeitskollegen immer mehr ans Herz gewachsen. Wir waren ein junges Team. Locker drauf, immer einen lustigen Spruch auf Lager, einfach untypische Bänker. Öfters haben wir das ein oder andere Bierchen oder den ein oder anderen Glühwein getrunken. Und sogar zusammen in den Urlaub gefahren sind wir. Wir waren viel mehr als Arbeitskollegen, wir waren – und sind – gute Freunde.

Dann dauert eine kleine Abschiedsfeier von den Arbeitskollegen auch eben mal bis 2 Uhr nachts. In kleiner Runde mit unglaublich spannenden und weltoffenen Diskussionen. Diese Gesprächsrunden vermisse ich jetzt schon… Genauso wie meine Freunde von der Arbeit. Deshalb war der Abschied schon ziemlich sentimental (bis zum dritten Bier…), auch wenn er meinem persönlichen Wunsch nach Veränderung entspricht. Ich glaube jeder Abschied passiert mit einem Beigeschmack von Wehmut.

Doch jetzt überwiegt die Vorfreude auf den kommenden Abschnitt meines Lebens. Die Freiheit, das zu tun, was ich möchte. Meine Reise soll nicht nur ein Aufbruch in eine neue Kultur, eine neue Welt sein, sondern auch ein Sprung meiner Persönlichkeit in neue Sphären. Ich werde meine Seele baumeln und mich inspirieren lassen von der atemberaubenden Natur und der für uns besonderen Lebensweise dieser fremden Kulturen. In wenigen Tagen beginnt dieses Abenteuer und ich kann sagen: Ich bin bereit.