Auch am zweiten Tag in Ninh Binh geht es früh los. Mit einem Kaffee vor dem Start. Erster Programmpunkt ist eine Bootsfahrt in Trang An. Auf der zweistündigen Fahrt paddeln wir zwischen Schilf, Urwald und Karstfelsen entlang. Und unter sie hindurch. Ein dutzend bis zu 300 Meter langer empfangen uns mit ihrer Finsternis. Häufig müssen wir sogar unseren Kopf einziehen. Wahrlich abenteuerlich und spannend, was uns hinter der nächsten Kurve erwartet. Auf halber Strecke gehen wir an Land und dürfen wieder einmal ein paar Stufen erklimmen. Nach dem Abstieg auf der anderen Seite präsentiert sich uns ein kleiner Tempel, eingehüllt in den Duft von Räucherstäbchen. Die kleine Wanderung zwischendurch hat gut getan. Denn auf der Rückfahrt schmerzt das Sitzpolster schon ziemlich. Die Tour hat sich aber gelohnt.

Fahrer, Bai Dinh Pagode bitte. Auf der Landstraße dorthin queren immer wieder freilaufende Tiere unseren Weg, Hühner, Kühe, Büffel und Hunde. Unser Fahrer nennt sie alle “BBQ“ und lächelt dabei schelmisch. Auch Hunde, ernsthaft?

Bei der über 500 Hektar großen Tempelanlage beginnt unser Aufstieg im Säulengang mit 500 Arahat Statuen, die alle eine andere Position einnehmen. Dahinter sitzen unzählige kleine Buddhas. Es hat etwas Mystisches und zugleich Beeindruckendes.

Im Glockenturm hängt die 36 Tonnen schwere “great bell“ über einer 70 Tonnen schweren Trommel. Im Bodhisattva Temple bestaunen wir ehrfürchtig die größte Avalokitesvara Bodhisattve Statue. Diese goldene Statue wacht mit ihren 1.000 Armen und 1.000 Augen über alle Menschen. Awsome.

Ähnlich wirkt auch der riesige Buddha auf einer kleinen Anhöhe, der schon die ganze Zeit zu uns herab lächelt. Auf dem Selfie mit ihm schauen wir ziemlich mickrig aus. 

Dort oben bietet sich uns auch ein toller Rundumblick. Im Tam The Temple erwartet uns das nächste Highlight. Drei 12 Meter hohe und 100 Tonnen schwere, goldene Buddha Statuen. Sie stehen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Beeindruckt von der Bai Dinh Pagode fahren wir weiter nach Hoa Lu, der Hauptstadt Vietnams während der Dinh und Le Dynastie. Die beiden Tempel dort sind schön, können uns aber nicht aus den Socken hauen. In Tam Coc machen wir am Fluss noch kurz halt für ein Foto. Damit schließen wir zwei spannende und aufregende Tage mit jeder Menge Kultur und Natur ab.

Zurück in Ninh Binh setzen wir uns wieder ins Coffee Phong und kurz darauf ehrt uns die kleine Miss mit ihrer Anwesenheit. Es ist wohl üblich, dass sich die Gäste um sie kümmern, während die Mutter der Zweijährigen diese bedient. Uns macht es Spaß. Als auch noch ihr Bruder und dessen Freund dazu kommen, ist Selfie-time. Das Bierflaschen öffnen hat sie schon drauf, sitzend auf dem Tisch.

Sie genießt sichtlich unsere Aufmerksamkeit und wir amüsieren uns köstlich. Sie zieht uns in ihren Bann.