Acht Stunden Zugfahrt und ein halbstündiger Fußmarsch durch Nha Trang, treffen wir im Mojzo Dorm ein. Wir werden supernett empfangen, Begrüßungsgetränk inklusive. Nach dem Einchecken suchen wir die nächste Bar auf für einen Snack und ein Bier. Dann legen wir uns auch schon schlafen. Es sollte die nächste unvergessliche Nacht werden. Nur so viel: Wir hatten Angst und konnten die restliche Nacht kein Auge mehr zu machen. Am Ende kamen wir mit dem Schrecken davon, aber erklären können wir uns das Erlebte immer noch nicht.

Nach dem Frühstück wollen wir uns das Meer anschauen, aber die Lust darauf vergeht uns prompt. Das Wasser unterscheidet sich kaum vom Sandstrand, beides ockergelb. Die Farbe des Wassers und das Treibgut am Strand hat wohl der Taifun verursacht. Schade, aber was will man machen? Bei einer Kokosnuss im Sailing Club Nha Trang versuchen wir nochmals Licht ins dunkel der letzten Nacht zu bringen. Aber der Schleier der Ungewissheit über uns verzieht sich nicht.

Was hilft dagegen? Richtig, essen! Wir gehen zum Griechen Pita GR, wo wir nach einem typisch griechischen Hautprgericht eine Scheibe “kalten Hund“ (kein BBQ) aufs Haus serviert bekommen. Sehr aufmerksam. 

Zurück im Hostel ist auch schon tea time. Gratis Tee und dazu Cracker. Da kommt man schnell mit anderen Gästen ins Gespräch. Beim “free beer“ auf dem rooftop werden die Gespräche intensiviert und im Anschluss gehen wir alle zusammen zum Dinner auf den Nachtmarkt. Zurück im Mojzo Dorm bringen uns die beiden Bayern das Kartenspiel shitheat bei. Wenn man es erstmal drauf hat, macht es echt Laune. Schließlich legen wir uns dann doch in unsere Betten und hoffen auf eine ereignislosere Nacht.

Die Nacht war sehr viel erholsamer als die letzte. So kann ich auch das Frühstück besser genießen. Brot, Pancakes, verschiedene Aufstriche, frisches Obst, dazu Kaffee, Tee und passion juice. Nicht schlecht dafür, dass es inklusive ist. Den Tee und das Freibier nicht zu vergessen, für den Preis echt unschlagbar.

Checkout um 12 Uhr, dann setzen wir uns zu unseren Bayrischen Freunden in die Lobby und versuchen Pläne für den Nachmittag zu schmieden. Da es gerade nicht regnet, gehen wir zur Long Son Pagode. Eine Kanadierin und ein Schwede schließen sich uns an. Auf einem kleinen Hügel steht dort ein riesiger weißer Buddha. Und wir sind froh, dass da oben eine leichte Brise weht. Die Treppen hinauf bei dem schwülen Wetter hatten es in sich. 

Nach dem gemeinsamen Lunch ist auch schon wieder Zeit für tea und free beer. Da haben uns die beiden Bayern gerade verlassen (sie fahren weiter) kommen auch schon die nächsten drei. Vor zwei Stunden eingecheckt, buchen sie schon wieder den Weiterflug noch am selben Abend. Hätten sie mal vorher den Wetterbericht gelesen. Spontan genug sind sie ja. 

So macht das Reisen Spaß. Man lernt viele neue Leute kennen, verbringt Zeit mit ihnen und verbessert dazu seine holprigen Englisch-Kenntnisse. 

Nach einem kleinen Abendessen werden wir dann auch abgeholt. Eine zehnstündige Busfahrt nach Ho-Chi-Minh City (Saigon) wartet auf uns.