Mein Flug von Pattaya nach Hat Yai geht erst abends, deshalb verbringe ich eine Nacht dort und nehme am nächsten Morgen das erste Speedboat nach Koh Lipe. 1,5 Stunden eingequetscht wie Sardinen in der Dose. Aber die Überfahrt hat sich gelohnt. Traumhaft schöne, kleine Insel mit drei großen und vielen kleinen Stränden. Dazu eine Walking Street mit Hostels, Bars, Restaurants und Shops.

Vom Pier aus laufe ich den Pattaya Beach entlang auf der Suche nach meinem Hostel. Aber dort, wo es laut Maps.Me sein soll, steht ein nobles Ressort. Ein Taxifahrer (Motorrad mit Beiwagen, es gibt keine Autos auf der Insel) weist mir schließlich den Weg. Den Strand entlang zurück zur Walking Street bei gefühlten 45 Grad.

Zum einchecken im Me Hostel muss ich erstmal die nette Dame am Empfang aufwecken. Nach dem Mittagessen geht’s dann auch schon zum Strand. Sonne tanken, Seele baumeln lassen, Leute beobachten und einfach nur genießen. Zum Sonnenuntergang schauen wechsle ich den Strand. Sunset Beach sollte sich dafür doch eignen. Direkt am Wasser liegen schon Matten und Kissen bereit, dazu darf’s dann auch ein Mojito sein. So lässt es sich leben.

Danach steht wieder ein wenig Sport auf dem Programm. So ein abendlicher Lauf eignet sich auch gut, um die Insel zu erkunden. Ohne Plan laufe ich kreuz und quer über die Insel. Nur die Walking Street versuche ich zu meiden. Zu viele Menschen hier. Am zweiten Strand, an den ich gelange, lege ich eine kurze Pause ein für ein paar Liegestütze, bis die Moskitos über mich herfalllen. Also weiter des Weges.

Nach der dringend benötigten Dusche und einem köstlichen Phat Thai spaziere ich den Pattaya Beach entlang. Es ist Freitagabend und in einigen Beachbars ist gut was los. Zuerst bestaune ich eine Feuershow am Strand und dann die Poolparty nebenan.

Den nächsten Tag verbringe ich wieder am Pattaya Beach, wo am meisten los ist. Dort drückt mir ein Promoter den Flyer einer Party in die Hand, die am Abend in der Sea La Vie Beach Bar am Sunrise Beach steigen soll. Das lasse ich mir nicht entgehen. Davor steht aber eine Schnorcheltour an. In einer kleinen Gruppe von 7 Personen bringt uns das Longtail Boot zu drei verschiedenen Schnorchelspots, wo wir das Unterwasserleben bestaunen. Verschiedenste Korallen und Fische, einfarbige, bunte, kleine und größere. Zum Abschluss steht der Sonnenuntergang auf dem Programm. Der fällt aber leider den Wolken zum Opfer. Trotzdem ein schöner Ausflug und eine tolle Erfahrung.

Am Abend geht’s dann zum Sunrise Beach, dem dritten großen Strand Koh Lipes. Und dieser gefällt mir am besten, sodass ich den nächsten Tag hier verbringe. Kristallklares Meer, weißer Sand, einige typisch thailändische Longtail Boote im Wasser und meine neue Lieblingsstrandbar, Sea La Vie.

Am Abend ist es wieder Zeit für einen Lauf. Dieses Mal geht es geradlinig bis ans eine Ende der Insel, wo nur noch ein schmaler Steig verläuft. Wieder zurück ins Zentrum und ans andere Ende, Sunrise Beach. Dort habe ich am Vortag einige Fitnessgeräte entdeckt. Endlich wieder mal Klimmzüge, Dips, Leg Raises und Bizeps Curls (Die Hantel besteht aus einem Stahlrohr und zwei in Eimern gegossenen Betonklötzen an den Enden, Gewicht unbekannt). Dabei werde ich immer wieder mal von einem der Kellner angefeuert und einer holt sich Tipps fürs Bauchmuskeltraining.

Montagmorgen, auf der Suche nach Frühstück, finde ich ein Restaurant, wo sie Porrige servieren. Mein traditionelles Frühstück von zuhause, mit frischen exotischen Früchten, lecker. Danach checke ich aus und übersiedle ins The Street Hostel. Sehr stylisch, gute Ausstattung, Klimaanlage im Schlafsaal und ein einladender Gemeinschaftsbereich.

Beim Check-Out im Me Hostel treffe ich eine Thailänderin aus Bangkok, die auf Koh Lipe Urlaub macht. Wir verabreden uns, gemeinsam an den Strand zu gehen und ich zeige ihr die Hotspots der Insel. Ein Tourist aus Südtirol, der einer Thai Thailand zeigt, klasse. Wir verbringen meine verbliebenen zwei Tage zusammen, entspannen am Strand, essen gemeinsam, trinken ein Bier oder einen Cocktail und haben eine gute Zeit.