Mit der Speed-Fähre geht’s nach Langkawi und dort vom Anleger nach Pantai Cenang, dem beliebtesten Ort der Insel im Nordwesten Malaysias. Wie auch schon in Georgetown fällt mir auf, dass – im Gegensatz zu Thailand – hier niemand ohne Helm mit dem Motorrad unterwegs ist. Auch sonst geht es auf den Straßen etwas geordneter zu. Allerdings hocken immer wieder mal Affen am Straßenrand.

Die Insel ist seit 1987 steuerfrei, also ein ziemlich günstiges Fleckchen Erde. Es gibt einige Duty-free-Shops mit den üblichen Artikeln; Spirituosen, Kaffee und natürlich Süßigkeiten, auch aus meiner Heimat. Aber auch sonst lässt es sich ziemlich sparsam leben. Einzig die Suche nach Alkoholischem gestaltet sich schwierig. Ein auffallend großer Teil der Bevölkerung bekennt sich zum Islam, auch viele Inhaber von Supermärkten. Deshalb muss man auf der Suche nach einem Bier schon mal 4-5 Shops durchforsten. (Zum Glück gibt es überall ein 7/11.) Dafür kann man alle Arten von orientalischem Essen probieren; indisch, arabisch, syrisch.

Auch die Strandbars bieten häufiger Shishas als Alkohol, aber ich habe eine Bar für mein abendliches Bier gefunden. Der Strand selbst in Penang begeistert mich hingegen weniger. Zwar ist er sehr breit und mit feinem, weißen Sand, bietet aber keinen Schatten. Und dieser wird bei den herrschenden Temperaturen dringend benötigt. Für ein Foto oder zum Sonnenuntergang schauen sehr gut, zum verweilen tagsüber weniger.

Deshalb leihe ich mir einen Tag einen Motorroller und fahre in die Berge. Zuerst setzte ich mich in die Wasserbecken der Seven Wells und unter den Wasserfall. Obwohl Sonntag ist, ist es ziemlich ruhig und ich genieße das Rauschen des Wassers.

Danach nehme ich die Langkawi Cable Car (auch eine heimische Produktion), um auf den Gunung Machinchang zu gelangen. Von dort hat man einen wunderbaren 360°-Blick auf die ältesten Felsformationen Asiens und die darunterliegenden Buchten. So kann ich mir schon mal den Strand aussuchen, wo ich den Sonnenuntergang schauen werde.

Etwas darunter liegt die Langkawi Sky-Bridge, “worlds most spectacular pedestrian bridge“. Die Schrägseilbrücke liegt 700m über dem Meeresspiegel und misst geschwungene 125m Länge. An drei Stellen besteht der Boden aus einer Glasscheibe, sodass man über dem Abgrund “schwebt“. Ein absolutes Highlight auf Langkawi.

Für den Sonnenuntergang fahre ich zum Strand, den ich mir von oben herab angeschaut hatte. Langgezogener Sandstrand mit einigen Muscheln und Korallen, dazwischen immer wieder mal ein Grüppchen Felsen, auf die man sich setzen kann. Und er bietet Schatten. Hier kann ich das Herabsinken des Feuerballs hinter die Bäume genießen.

Am letzten Abend gönne ich mir wieder eine Boxstunde bei Cenang Muay Thai. Ähnliches Training wie auf Koh Tao, jedoch kommen ein paar neue Kicks dazu. Kräftezehrend ist es auch, aber das Gefühl danach ist überragend.