Mit einer kleinen Propellermaschine fliege ich nach KL, wie die Hauptstadt Malaysias häufig genannt wird. Ich fahre gleich ins Golden Triangle, dem modernen Zentrum der Stadt, und checke im Dorms KL ein. Rings herum reihen sich Hochhäuser aneinander. Und es gibt jede Menge Einkaufszentren.

Authentischer geht es auf dem Night Street Food Market auf der Jalan Alor zu. Abends wird die Straße mit Plastiktischen zugestellt und von allen Seiten duftet es aus den Garküchen. Indisch, arabisch, thai, malay, alles was das Herz begehrt. Zum Nachtisch gibt’s Frozen Ice Cream, Fruchtsalat oder eine grüne Teigrolle mit Kokosflockenfüllung.

Wenige Meter entfernt befindet sich die Partymeile von Bukit Bintang. Hier reihen sich Bars und Pubs aneinander und alle versuchen dich mit ihrer Happy Hour zu locken, die häufig “all day, every day“ ist. Trotzdem kann man sich hier das ein oder andere Bier gönnen und dazu Fußball schauen oder der Musik einer Rockband lauschen.

Absolutes Highlight in KL sind natürlich die weltberühmten Petronas Towers, ehemals höchstes Gebäude der Welt und immer noch die höchsten Zwillingstürme. Der Blick von unten hinauf ist schon beeindruckend. Noch faszinierender ist aber der Ausblick vom Menara KL, auch als KL Tower bekannt, hinüber zu den Petronas Towers und über die Stadt. Den genieße ich mit zwei neu gewonnenen Freunden aus meinem Hostel. Der Fernsehturm ist einer der höchsten der Welt. Auf der Aussichtsplattform auf 276m ist man sogar noch etwas höher als auf den Petrona Twin Towers, da er auf einem Hügel gebaut wurde.

Am Fuße des KL Towers liegt der Bukit Nanas Forest Reserve. Über Baumbrücken kann man den einzigen unberührten tropischen Regenwald der Stadt durchstreifen und lauscht dem Vogelgezwitscher anstatt dem Straßen- und Baulärm. Eine Ruheoase mitten in der 6,5 Mio. Einwohner Stadt.

Danach gibt’s erstmal Fika (die Aussprache muss ich noch üben), eine Kaffeepause, die in Schweden zum täglichen sozialen Leben gehört, ob mit Freunden in einem Cafè oder mit dem Kollegen am Arbeitsplatz. Meist wird dazu eine Süßspeise genossen. Es geht um das Zusammensitzen und entspannt genießen, genau mein Ding also.

Mir fällt auf, dass sich der Verkehr für eine so große Stadt in Grenzen hält. Und auch den Fußgängern wird reichlich Platz zugestanden, im Gegensatz zu den Großstädten in Thailand und Vietnam. Das kompakte Zentrum der Stadt lässt sich also gut zu Fuß erkunden. Dann entdeckt man auch das ein oder andere kleine Highlight, wie z.B. bemalte Straßen eine Fußgängerzone mit Wasserspiel und Pflanzen zwischen den Hochhäusern.

Zu den Batu Caves etwas nördlicher nimmt man am besten den Zug. Zum Höhleneingang erklimmt man 272 Stufen, am besten in der Mittagshitze. Um einen Beitrag zu leisten schleppt man einen unten bereitgestellten Eimer voll Sand nach oben. Damit werden Ausbesserungsarbeiten am hinduistischen Tempel durchgeführt, der sich im Inneren der Höhle befindet.