Nicht nur durch Melaka herrscht Verkehrschaos, auch auf dem North-South Expressway nach Singapur. Anstatt 3,5 brauchen wir über 9 Stunden. Nach dem langen Sitzen vertrete ich mir deshalb um 1 Uhr nachts noch etwas die Beine und laufe zum Capsule Pod Boutique Hostel.

Dort genieße ich am Morgen den gratis Kaffee auf der Terrasse. Nach dem Frühstück im angrenzenden Chinatown streife ich durch die Straßen der modernen Metropole. So mache ich es immer am ersten Tag, um die Stadt ein wenig kennenzulernen. Wären nicht so viele Asiaten auf den Straßen, würde man sich nicht in Asien vermuten. Die Straßen und Gebäude sind modern und sauber, der Müll wird getrennt und recycelt, die Grünanlagen sind gepflegt und die Verkehrsregeln werden eingehalten.

Auf dem Weg zum Garden by the Bay durchstreife ich das Finanzzentrum. Hier recken sich die Hochhäuser gen Himmel, dass man Genickschmerzen bekommt vom Hochschauen. Dafür spenden sie Schatten, denn in Singapur herrscht ganzjährig tropisches Klima. Zu den Gardens geht’s dann über eine Brücke durch das berühmte Marina Bay Sands Hotel. Drei schmale, geschwungene Türme, auf denen ein “Schiff“ liegt, der Skypark, mit dem größten Infinity-Rooftoppool der Welt.

Der Garten ist nicht minder spektakulär. In drei verschiedenen “Wäldern“ strecken sich die Supertrees in die Höhe, die durch den Skyway verbunden sind. Dazwischen gedeihen allerlei Bäume, Sträucher und Wiesen.

Weiter geht der Streifzug am ArtScience Museum vorbei und über die Helix Bridge. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Formel 1 Strecke mit der schwimmenden Tribüne und die Bankentürme am gegenüberliegenden Ufer. Am Singapore River entlang finden sich einige schöne Restaurants und Bars direkt am Wasser.

Am Abend überfällt mich ein Motivationsschub. Turnschuhe an und hinauf auf den Pearl’s Hill, wo einige Fitnessstationen zur Verfügung stehen. 3 Tabatas, 40 Minuten, dann bin ich auch schon ausgepowert. Hochintensiv und -effektiv.

Motivation is everything.

Bis der Puls wieder einigermaßen auf Normalzustand ist, genieße ich den Ausblick durch die Bäume hindurch auf die beleuchteten Hochhäuser.

Tag 2 startet mit einem Motivationsvideo und Kaffee. Einem Mangopudding zum Frühstück folgt eine Super Grains Bowl zum Brunch, sehr gesund und nahrhaft. Richtiges Fitnessfood.

Keep focused on your goals.

Am Raffles Place begegnen mir auffallend viele Anzugträger mit augenscheinlich westlicher Herkunft. In Chinatown wird mir dann wieder klar, dass ich in Asien bin. Überall stehen große, leuchtende Hunde, nachdem vor einigen Tagen das Jahr des Hundes eingeläutet wurde.

Dann lege ich im Hostel erstmal die Beine hoch, bevor sie auf dem Pearl’s Hill wieder intensiv beansprucht werden. Wieder 3 Tabatas, jedoch mit anderen Übungen. Durch das Splitten des Trainings erhalten die Muskeln ausreichend Erholung und werden nicht überanstrengt. Noch ein letzter Blick vom Trainingsplatz auf die Hochhäuser, dann geht’s zurück ins Hostel.

Oatmeal liefert den Muskeln die Energie, die sie jetzt aufgrund des deutlich erhöhten Bedarfs benötigen. Bis zu 48 Stunden kann es dauern, bis sich der Energiebedarf nach einem HIIT normalisiert hat.

HIIT (Hoch-Intensives Intervall Training)

Dann werde ich bereits auf den Philippinen sein und meine Batterien in der Sonne am Strand von Boracay aufladen. Denn am nächsten Morgen geht’s zum Flughafen. Den Highway entlang mit begrünten Leiplanken und einem gepflegten Park zwischen den Terminals. Man vermutet sich eher in einem Stadtpark als auf dem Flughafen.