Mit der Fähre überschippere ich von Coron nach El Nido. Es mutet tatsächlich ein wenig wie ein Nest an, mit den steil aufragenden Felsen. Zum Sonnenuntergang setzt man sich am besten in eine der Strandbars, die mit Happy Hour locken. Bei einem Cocktail treffe ich dann auch meinen Kumpel und seine Freunde wieder. Da es der letzte Abend seiner langen Reise ist, schöpfen wir ihn voll aus.

Am nächsten Tag ist deshalb faulenzen angesagt. Der Strand direkt in El Nido ist zwar nichts besonderes, trotzdem lässt es sich gut aushalten. Tagsüber sind viele bei einer der verschiedenen Insel-Hopping-Touren, deshalb findet man genug Platz im Schatten für sein Strandtuch. Wenn es sich nicht einer der Hunde zu eigen machen will.

Be graceful

Den letzten Tag im von Spaniern und Südamerikanern bevölkerten El Nido gehe ich ähnlich gemächlich an. Mittags stehe ich für eine leckere Smoothiebowl in der prallen Sonne Schlange, bevor abends wieder etwas Sport auf dem Plan steht. Tabata auf der Dachterrasse des Hostels.

Start today to be the person you want to be tomorrow.

Am nächsten Morgen geht die Reise auch schon weiter nach Port Barton, bei strömendem Regen. Das tut der Eile des Fahrers aber keinen Abbruch, bis wir plötzlich auf nassem Lehmboden zum Drift ansetzen. Aber er scheint immer noch Spaß daran zu haben, während sich seine Fahrgäste hinten festkrallen. Wir kommen schließlich gut in Port Barton an, wo die “Straßen“ auch aus Sand, Steinen und Schlaglöchern bestehen. Strom gibt’s im Hostel für einige Stunden am Abend. Dann muss man aber auch mit Stromausfall rechnen.

Dort muss ich erstmal arbeiten, an meiner Bräune. Zum Sonnenuntergang darf’s dann wieder ein Drink in einer der Strandbars sein. Vor dem Abendessen tue ich dann meinem Körper etwas Gutes mit einigen Dehn- und Mobilisationsübungen.

Your body is your temple.

Den folgenden Tag verbringe ich auf bzw. im Wasser. Ich mache eine Island-Hopping-Tour rund um Port Barton. Wir schnorcheln über Korallen mit bunten Fischen und essen und entspannen dazwischen immer wieder an einsamen Stränden. Absolutes Highlight ist die Begegnung mit einer riesigen Schildkröte, die mir genau vor die Linse schwimmt.

An einer etwa 10m² großen Sandbank mitten im Meer treffen wir dann auch noch auf einige Seesterne. Sie liegen tiefenentspannt im kristallklaren Wasser und lassen sich von der Touristenhorde nicht aus der Ruhe bringen.

Den folgenden Tag mache ich mich auf festem Untergrund auf zu einem nahegelegenen Wasserfall. Da es nicht der bekannte Wasserfall ist, zu dem ich eigentlich vor hatte zu gehen, bin ich ganz alleine da. Deshalb nutze ich die Gelegenheit, um unbeobachtet einige neue Kraft- und Mobilisationsübungen auszuprobieren.

Nothing will change until you change.

Danach mache ich mich auf den Weg zum nahegelegenen Strand. Dort gibt’s ein kleines Restaurant mit 3 Tischen, wo ich einen köstlichen Fisch und zum Nachtisch eine gegrillte Banane genieße. Mit Blick auf den einsamen Strand und das Meer. Als dann doch noch ein paar Seelen auftauchen, suche ich mir ein schattiges Plätzchen am Strand entlang und lausche nichts außer dem Rauschen der Wellen.

Enjoy your life, you only have one.

Nach dem obligatorischen Drink bei Sonnenuntergang (Bier für €0,78 und dazu gratis Erdnüsse und einen Cuba Libre) steht die nächste Serie meines Liegestütze-Trainingsplans an. Da die ersten Tage und Wochen noch recht einfach sind, verwende ich zusätzlich ein Widerstandsband.

Give yourself challenges and complete them.