Am Abend fliege ich nach Manila. Dort treffe ich mich mit einem alten Bekannten, der dort wohnt. Wir haben uns auf Boracay kennengelernt, meinem ersten Halt im Inselstaat. Von Manila nehmen wir noch am selben Abend den Nachtbus nach Baguio, einer Stadt im gebirgigen Norden der Insel. Dort legen wir uns erstmal kurz hin, bevor wir uns zur Gipfelbesteigung aufmachen.

Über holprige, kurvige Straßen bringt uns der Fahrer zur Registrierstelle in einer Grundschule. Die herumspringenden Kinder empfangen mich wie einen Promi und sammeln High-Fives. Sie sehen wohl nicht so häufig Nicht-Asiaten. Dann beginnen wir mit unserem Guide den Aufstieg zum ersten Gipfel von insgesamt dreien. Obwohl er nur in Flip-Flops unterwegs ist, drückt er ganz schön aufs Tempo. Der Weg führt hauptsächlich durch Lärchenwald und über Wiesen und auch die Berggipfel sind bewachsen. An einer Gruppe Felsen machen wir Halt für ein kleines Fotoshooting mit den dort weidenden Kühen.

Nach etwa zwei Stunden überholen wir eine Gruppe Asiaten, die tatsächlich über drei Stunden vor uns losgegangen sind. Kurz darauf erreichen wir auch schon den Mount Ulap, den mir 1.846m höchsten der drei Gipfel. Dann führt der Weg nur noch abwärts ins Tal. Von dort aus nehmen wir einen Jeepney, den typischen Bus in dieser Gegend, zurück nach Baguio.

Am nächsten Tag geht’s dann weiter nach Sagada. Meine App gibt 1,5 Stunden Fahrtzeit für die knapp 140km an, tatsächlich brauchen wir sechs Stunden. Am Bus quietschen nicht nur die Bremsen und die Straße verläuft über Pässe und schmale Grade. Häufig ist nur eine Spur befahrbar. Auch den höchsten Punkt aller Straßen der Philippinen passieren wir. Dafür dürfen wir einen fabelhaften Ausblick genießen auf Berge und in schroffes Gelände gehauene Reisterrassen und Äcker.

In Sagada drehen wir eine kleine Runde durch’s Zentrum, denn es gibt hier nicht wirklich was zu sehen. Die Attraktionen liegen rings herum. Da wir davon am nächsten Tag einige auf dem Programm haben, gehen wir zeitig ins Bett.