Nach 8 Stunden Busfahrt, 4 Stunden Flug und einer völlig überteuerten Taxifahrt (Wieder eine neue Währung, die umgerechnet werden muss. Dafür bin ich jetzt Millionär) komme ich gegen Mitternacht im Cara Cara Inn an. Ich bin froh, das Hostel für diese Nacht gebucht zu haben, auch wenn ich dort nicht schlafen werde. Kurz duschen und meine sieben Sachen verstauen.

Nach einem Kaffee und einem Bier in der großen Lobby kommt auch schon mein Taxi. Zwei Bekannte haben eine Tour gebucht und nehmen mich freundlicherweise mit. 2 Stunden Fahrt, dann beginnen wir den Aufstieg zum Gipfel des Mount Batur. Über schwarzen Sand führt der Weg hinauf bis zum Kraterrand des Vulkans. Dort heißt es warten auf die Sonne, während wir den Blick auf den Lake Batur genießen.

Doch kurz bevor es soweit ist zieht dichter Nebel auf und lässt den wärmenden Sonnenstrahlen kein Durchkommen. Immerhin können wir unsere Hände am heißen Kaffee wärmen. Und das servierte Frühstück ist allererste Sahne: Toastbrot mit Bananenaufstrich und ein hardgekochtes Ei. Vor dem Rückweg tun wir unserer Haut noch etwas Gutes und stellen uns in den heißen Dampf, der aus den Felsen kommt. Dadurch sehen wir jetzt bestimmt 5 Jahre jünger aus.

Zurück im Tal bringt uns unser Fahrer zu den berühmten Reisterrassen von Tegallalang. Schon hunderte Male in den sozialen Netzwerken gesehen, ist der Anblick trotzdem faszinierend. Zu beiden Seiten des Tales stapeln sich die Terrassen empor und strahlen im kräftigen Grün. Zu diesem Ausblick gönnen wir uns noch einen Smoothie, bevor wir zurück nach Kuta fahren.

Die Fahrt aber scheint mir endlos lange, denn mittlerweile bin ich seit 30 Stunden wach und sehne mich nach einem Bett. Zurück im Hostel bin ich zwar total müde, finde aber keinen Schlaf. Also erstmal zu Mittag essen: Dragon Smoothie Bowl und dazu Cold Brew Coffee.

Super erfrischend, gesund, lecker. Genau mein Ding und perfekt zum schwül-heißen Wetter in Bali. Dann schaue ich mir den Pool im Hostel an und entspanne dort in der Hängematte über dem Wasser.

Nach dem Abendessen nutze ich noch die Gunst der (glücklichen) Stunde und genieße zwei Cocktails zum Preis von einem an der coolen Hippie-Bus-Bar auf einer der Terrassen im Hostel. Dort komme ich mit einem Schotten ins Gespräch. Celtic Fan, St. Pauli Sympathisant und Freund des gepflegten Sports, das passt. Mein Bett läuft mir zum Glück ja nicht weg. Nach dann 40 schlaflosen Stunden hat das Warten dann ein Ende. Gute Nacht.

Tags darauf drehe ich nach dem Frühstück eine Runde durch die Straßen von Kuta. Für meinen Geschmack, vor allem nach der Zeit im Norden der Philippinen, zu touristisch. Also zurück ins Hostel zum Pool, wo es überraschend ruhig ist, obwohl eine sehr große Unterkunft.

Zum Sonnenuntergang setze ich mich an den Strand. Es ist aber ziemlich bewölkt und der Strand vollgemüllt. Kuta ist eben ein Partyort. Gut, dass ich am nächsten Morgen weiter fahre.