Mit Van, Speedboat und Motorradtaxi gelange ich tags darauf nach Lombok. Nach dem Mittagessen im einzigen fußläufig erreichbaren Warung (Restaurant) spaziere ich zum Strand. Außer einigen Schiffsbauern ist hier nichts los. Nach einem Sprung ins kalte Nass klettere ich über die Klippen zur nächsten Bucht. Da bin ich jetzt komplett alleine und hlre nichts außer das Rauschen des Meeres. Kein Vergleich zu Bali. Hier weiden noch Kühe auf dem Fußballplatz.

Pünktlich zum Sonnenuntergang darf’s dann etwas Sport sein. Die nächste Einheit des Liegestütze Trainingsplans steht auf dem Programm, genauso wie eine Tabata für Beine und Körpermitte.

Am nächsten Morgen gibt’s erstmal Frühstück im Hostel. Balinesischer Kaffee und Bananen-Kokos-Pfannkuchen. Warum sie ihren Kaffee hier nicht filtern, bleibt mir ein Rätsel. An das viele Pulver werde ich mich die verbleibenden Tage wohl nicht mehr gewöhnen. Dafür bekommen wir Nachschlag, und zwar den ganzen Tag lang.

Dann leihe ich mir einen Motorroller und fahre damit nach Senggigi, einem schönen Strandort weiter im Süden. Helm, Führerschein, Nummernschild, alles überbewertet. Über den Markt gehe ich zur Strandbar, jeweils menschenleer. Wie auch der Strand, bis auf einige Souvenirverkäufer. Die konzentrieren sich deshalb ganz auch mich. Zeitweise sitzen drei davon bei mir am Tisch, wo ich eigentlich in Ruhe mein zweites Frühstück genießen will. Kaffee und ein Teller mit frischen Früchten.

Gestärkt mache ich mich auf zu zwei Wasserfällen im Krandangan Nationalpark. Schon auf dem Weg dorthin komme ich zur Erkenntnis, dass ich wohl alleine da sein werde; immer wieder durchbreche ich Spinnennetze. So ist es dann auch. Der zweite Wasserfall begrüßt mich mit einem kleinen Regenbogen. Und ich kann mich austoben, den besten Platz zum Sonnenbaden im Wasser für mich beanspruchen. Erst auf dem Rückweg begegnet mir eine Gruppe junger Leute.

Zum Mittagessen werde ich in der Strand in Senggigi willkommen geheißen wie ein guter Freund. Immerhin bin ich nicht mehr der einzige Tourist. Zum Verdauen lege ich mich an den Strand.

Musik an, Welt aus.

Im Hostel probiere ich mich wieder in Calisthenics, um die Mobilität meiner Muskeln und Gelenke zu verbessern. Für einige Übungen bin ich noch zu eingerostet, aber dranbleiben und weiter daran arbeiten.

Was einmal zur Routine geworden ist, kostet keine Überwindung mehr.

Zum Abendessen nehme ich wieder den Roller und fahre in ein schickes Restaurant am Strand. Auf einer gemütlichen Liege genieße ich den Sonnenuntergang zum Essen. So lässt es sich leben.