Nach der anstrengenden Tour geht’s rüber auf Gili Air. Dort ist dann Beine hochlegen und Schlaf nachholen angesagt. Erst am nächsten Tag erkunde ich ein wenig die Insel. Zu Fuß, denn von meinem Hostel aus sind es nur jeweils wenige hundert Meter bis an die Strände. Und die Bewegung hilft gegen den Muskelkater. Wie auch die Fußmassage, die ich mir gönne.

Auf den Gilis gibt’s weder Autos noch Motorräder, bis auf einige mit Elektroantrieb. Dafür kann man sich von Pferdekutschen herumfahren lassen. Polizei braucht es dann ja keine. So bekommt man überall Marihuana und Magic Mushrooms angeboten. Man lehnt natürlich respektvoll ab.

Dann lege ich mich an den Pool im Beranda Hostel, das eher einem Ressort gleicht. Die Bungalows sind zwar nicht groß, aber gemütlich. Und am Pool mit großem Garten drumherum kann man gut entspannen.

Danach beginnt es zu regnen, deshalb gehe ich zum Mittagessen nur ins neu eröffnete Restaurant Eating Freely nebenan. Die Leute sind da sind super und wir unterhalten uns mehrere Stunden lang. Der Besitzer erzählt von seinen Erfolgen im nationalen Barkeeper-Wettbewerb und bittet mich um Tipps, wie er die Passanten ansprechen soll, damit sie einkehren. Zurück im Hostel nutze ich das Wetter und schwimme im verlassenen Pool einige Runden.

Pünktlich zum Sonnenuntergang hellt der Himmel dann etwas auf, sodass ich mich auf den Weg zum Strand mache. Auf der Türschwelle stehen plötzlich zwei meiner Trekking-Kollegen vor mir und wir gehen zusammen zum Strand.

Der Himmel beginnt bereits, sich zu färben. Lila, violett, orange, feuerrot. Ein unglaubliches Naturschauspiel und definitiv der beste Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe.

Nach zwei Cocktails und einem Rückblick auf unsere gemeinsame Tour essen wir gemeinsam zu Abend. Tags darauf, nach veganen Pancakes mit Kokosschaum zum Frühstück, gehe ich zum Schnorcheln. Die erhofften Schildkröten habe ich zwar nicht gesehen, dafür aber viele von Nemos Freunden.

Auf dem Weg zurück entdecke ich Aura Bowl, ein kleiner Stand, wo es leckere Smoothie Bowls gibt. Frisch pürierte Früchte, Haferflocken, Nüsse, Trockenfrüchte und Obst on top, da kann ich natürlich nicht Nein sagen.

Danach wage ich mich wiedermal an die Liegestütze. Zum Abkühlen ein Sprung in den Pool, dessen Wasser aber ziemlich warm ist. Zum Abendessen geselle ich mich zu meinen Freunden nebenan. Dort laden mich zwei Schweizer zu ihrem Tisch ein. Ich erzähle ihnen von den guten Cocktails und müssen diese dann natürlich auch probieren. Wir verbringen einen lustigen Abend.