Am nächsten Morgen will ich eigentlich die Subwing Tour machen, die ich am Vortag gebucht und bereits angezahlt habe. Allerdings hat der Kollege vergessen, dass für sie ein großer Gebetstag ist und die Tour daher ausfällt.

So schnappe ich mir nach dem Frühstück meinen Schnorchel und mache mich auf zum Strand im Osten der Insel. Dort sollte man eigentlich Schildkröten antreffen, aber ich hatte wohl kein Glück. Dafür entspannt es sich auf der Liege mit einer frischen Kokosnuss und einem Buch ganz gut.

Zum Mittagessen geht’s ins Good Earth Cafè. So viele leckere und gesunde Speisen zur Auswahl. Ich entscheide mich für Porridge mit Kokosmilch, Cranberries, Nüssen, Bananen und selbstgemachter Granola. Dazu gibt’s nen pinken Fruchtshake. Genau das Richtige für heiße Sommertage.

Gestärkt wage ich mich an den anstehenden Zwischentest des Liegestütze-Trainingsplans. Geschafft! Also noch zwei Tabatas hinterher. Schließlich dauert es nicht mehr lange, bis ich wieder ins Fußballtraining einsteigen werde und dann will ich einigermaßen fit sein. Davon abgesehen ist eine allgemeine Fitness wichtig für Körper, Geist und Seele.

Strond food, strong body. Strong body, strong mind. Strong mind, strong human.

Am nächsten Morgen klappt’s dann auch mit der Subwing Tour. Mit einem Pärchen aus Berlin und den Guides schippern wir rüber nach Gili Trawangan. Die Erklärung, wie man das Gefährt unter Wasser steuert, hört sich ziemlich kompliziert an. Linke Hand runter, rechte hoch, einhändig. Zu viele Informationen auf einmal. Ab ins Wasser, sich vom Boot ziehen lassen und einfach machen. Nach fünf Minuten “kennenlernen“ klappt’s dann schon ganz gut.

Beide Hände nach unten zum Abtauchen. Einhändig, um mit der anderen Hand den Druck in den Ohren ausgleichen zu können. Links runter, rechts hoch, Beine überkreuz für die Drehung um die eigene Achse. Nach einigen Versuchen klappt’s tatsächlich. Beim Luftholen an der Wasseroberfläche haben wir dann etwas Zeit, dem Guide vor uns bei seinen Kunststücken zuzuschauen. Schrauben, Drehungen, auf dem Board stehen, “Lazy boss in the Office“. Cool, was mit so einem simplen Board alles möglich ist.

In der Pause zur zweiten Session wollen wir natürlich wissen, wie man die Tricks macht. Auf’s Brett zu steigen gebe ich nach einigen gescheiterten Versuchen auf. Doch den “Lazy boss“ kriege ich beim ersten Mal hin. Board heranziehen, einen Fuß einhängen und sich damit festhalten. Zurücklehnen, Hände hinter dem Kopf verschränken und sich einfach ziehen lassen. So, wie ein fauler Chef eben in seinem Bürosessel sitzt. Dann kreuzen noch eine Schildkröte und einige Taucher unseren Weg, die uns ganz verdutzt hinterher schauen. Jede Menge Action und Spaß.

Zurück an Land ist es auch schon Zeit zum Mittagessen. Ich gehe wieder ins Good Earth Cafè, wo ich einen cremigen Milchreis mit Kokosmilch, Nüssen und frischer Ananas bestelle. Dazu einen scharfen Ingwer-Shot und einen grünen Smoothie mit Kokoswasser. Kurze Zeit später gesellt sich mein schweizer Kollege dazu, der gerade erst auf Gili Air angekommen ist. Dann geht’s zurück ins Hostel und an den Pool zum Abkühlen. Hier lassen sich einige Stunden totschlagen.

Am nächsten Morgen, solange es noch einigermaßen kühl ist, absolviere ich wieder ein Workout; Liegestütze, eine Tabata für die Beine und eine für den Rumpf. Dann geht’s im selben Rhythmus wie am Vortag weiter: Pool, Mittagessen, Pool, Abendessen, Pool. Mittags Mexikanisch am Strand, abends Pizza beim Italiener.