Den nächsten Morgen verbringen wir im Hotel. Nach einer morgendlichen Runde im Pool gibt’s Frühstück. Suppe, Omlett, Nudeln, Brot und Gemüse in verschiedenen Soßen. Im Gegensatz zu unserem Frühstück im ersten Hostel essen wir dieses Mal mit Besteck. Danach springen wir wieder ins kalte Nass, bevor es Mittagessen gibt. Nahezu die selben Soßen wie zum Frühstück, aber mir Reis.

Danach fahren wir weiter nach Ella. An Seen vorbei, über holprige Straßen durch den Regenwald. Der aufregendste Teil des Weges ist aber der von Ella zu unserem Homestay. Schotter- bzw. Lehmstraße, kaum breit genug für einen Kleinwagen. Immer wieder müssen wir tiefe Gräben überwinden, sodass unser Prius an seiner Unterseite jetzt wohl einige Schleifspuren mehr hat, der Arme.

Zum Abendessen lassen wir uns von einem Tuktuk ins Zentrum bringen. Dort sehen wir zum ersten Mal in Sri Lanka viele Touristen. Die kleine, in den Bergen gelegene Stadt ist wohl ziemlich beliebt. Am Straßenrand reihen sich Hotels, Restaurants und Souvenierläden aneinander.

Auf der Suche nach einem kühlen Bier erhalten wir allerdings erstmal einen gehörigen Dämpfer. Zwei ethnische Minderheiten Sri Lankas feiern heute und morgen ihr Neujahr, deshalb gibt’s anscheinend nirgends Alkohol. Es ist dies bereits meine dritte Neujahrfeier innerhalb vier Monate. So schnell geben wir aber nicht auf. Schon im nächsten Restaurant sehen wir Bier auf den Tischen stehen und bestellen uns prompt eines.

Lange bleiben wir aber nicht, denn nach der langen Autofahrt sind wir müde und wir wollen zum Sonnenaufgang auf den Little Adam’s Peak. Also stehen wir um 5 Uhr auf und erklimmen den nahegelegenen Hügel. Wir schaffen es gerade noch so, um die Sonne hinter dem Horizont empor steigen zu sehen.

Zurück im Homestay gibt’s dann Frühstück mit Blick auf die berühmte Nine Arches Railway Bridge. Gestärkt steigen wir den schmalen Pfad hinab, um auf den Gleisen bzw. der Mauer entlang zu balancieren.

Dann wollen wir die Zugfahrt auch selbst erleben. Unser Freund, der Tuktuk-Fahrer, bringt uns drei Bahnhöfe weiter, wo wir in den Zug zurück nach Ella steigen. Sitzplatz brauchen wir keinen. Wir stehen an der offenen Tür, weit nach außen gelehnt, und genießen den Blick auf die umliegende Landschaft. Was der Spaß kostet? Ziemlich genau 0,08€ Person . Für 45 Minuten Bahnfahrterlebnis.

Der Zug klappert langsam vor sich hin, dann erreichen wir auch schon die Nine Arches Bridge. Dort stehen unzählige Touristen und Locals, für die das Vorbeifahren des Zuges ein echtes Highlight zu sein scheint. Wie auch für uns im Zug.

In Ella steigen wir wieder aus, holen unseren Prius und düsen damit nach Kataragama am Yala Nationalpark. Dort springen wir sogleich in den Pool unseres Hotels. Bald gesellen sich zwei Pärchen aus Sri Lanka dazu, mit denen wir im Wasser Ball spielen. Die beiden Männer besitzen jeweils eine Teefabrik und wohnen in großen Villen. Einer von ihnen singt auch und zeigt uns sein Musikvideo auf YouTube. Am Ende bekommen wir ihre Visitenkarte und eine Einladung in ihre Villa.