Tags darauf brechen wir bei Dunkelheit auf. Mit einem Geländewagen geht’s in den Yala Nationalpark zur Safari. Unser Tourguide fährt uns über eine Puckelpiste durch den Park und zeigt uns allerlei Tiere am Wegrand. Vögel, Krokodile, Affen, Echsen, Rotwild, Pfaue.

Gut durchgeschüttelt sind wir schon gespannt auf die versprochenen Elefanten und Leoparden. Doch unser Fahrer enttäuscht uns mit der bitteren Nachricht, dass wir wohl keine zu Gesicht bekommen würden.

So verlassen wir den Nationalpark, biegen kurz danach aber in einen Seitenweg ein. Und dort steht er dann, einsam inmitten eines großen Feldes, ein prächtiger Elefant. Und auch sonst sehen wir mehr Tiere außerhalb des Parks als drinnen. Vielleicht sind sie aber auch Langschläfer und gerade erst aufgewacht.

Nach dem Frühstück fahren wir dann weiter, die Küste entlang nach Hikkaduwa. Unterwegs machen wir halt an einer schönen Beachbar, wo wir zum Kaffee den brechenden Wellen lauschen.

Das gebuchte Hotel verlassen wir dann genauso schnell wieder wie wir es betreten haben. Das Hotel hat seine besten Tage schon hinter sich, das Zimmer müffelt. Hier bleiben wir nicht. Wir gehen einfach ein Haus weiter.

Am nächsten Morgen ist es dann soweit. Ich überwinde mich zu meinem ersten Tauchgang. Mit einem Freund, der auch zum ersten Mal tauchen geht, ist es dann doch einfacher. 15 Minuten theoretische Einführung, 15 Minuten üben im seichten Wasser, dann fahren wir auch schon hinaus auf’s offene Meer.

Drei Tauchlehrer begleiten uns bis zu 12 Meter unter die Wasseroberfläche. Zwichen bizarren Felsformationen tauchen wir hindurch, stets begleitet von den buntesten Fischen, die ich je gesehen habe. Und auf einmal gleiten wir in der Mitte eines Sardinenschwarms. Nach etwa 40 Minuten geht’s zurück an die frische Luft. Ich bin froh und ein bisschen stolz, dass ich mich zu dieser tollen Erfahrung überwunden habe. Es wird bestimmt nicht mein letzter Tauchgang gewesen sein.

Danach haben wir uns einen Kaffee verdient, bevor wir einen herrlichen Burger verschlingen. Danach wollen wir es nochmal wissen und leihen uns ein Surfbrett. Allerdings sind die Wellen heftiger, als sie vom Strand aus aussehen. Schon beim hinauspaddeln werde ich mehrmals vom Board geworfen. Das Zurückkommen zum Strand ist dann reinen Kampf ums Überleben.

So bin ich am Ende froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Mit ein paar Schnitten von den spitzen Steinen bin ich nochmals glimpflich davon gekommen. Das überschüssige Adrenalin nutze ich dann für eine Liegestütze-Serie.