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Sequoia Nationalpark und Kings Canyon

Vom Meer geht’s dann wieder in die Berge. Endlos geradeaus, an Mandelplantagen, Baumwollfelder und gigantischen Farmen mit tausenden von Rindern vorbei hat man das Gefühl, seinem Ziel einfach nicht wirklich näher zu kommen.

Und so fährt man unwiderruflich schneller und schneller, ohne es wirklich zu merken. Erst als plötzlich ein Polizeiauto hinter einem fährt, schaut man auf den Tacho. Aber dann schalten sie das Blaulicht an. Jetzt ist es schon zu spät. Glücklicherweise bleibt es bei einer Verwarnung. Bei der nächsten Übertretung wird’s aber teuer.

Mit angepasster Geschwindigkeit fahren wir deshalb in den Sequoia Nationalpark, wo wir als erstes am Tunnel Tree halt machen. Der Name sagt schon, worum es sich dabei handelt.

Weiter geht’s die geschwungene Passstraße entlang zum Moro Rock, dessen 400 Stufen wir im Laufschritt erklimmen. Die glatten Wände laden zum herumtollen ein. Oben stoßen wir erstmal mit einem kühlen Blonden an und genießen einen tollen Sonnenuntergang.

Das nächste Highlight im Sequoia Nationalpark ist der General Sherman Tree, ein Bergmammutbaum gewaltigen Ausmaßes. Nicht die Höhe von etwa 84 Metern, sondern sein Volumen machen ihn zum “biggest tree in the world“; 31 Meter Umfang, fast 1.500m³ Volumen und geschätzte 2.000 Tonnen Lebendgewicht. Einfach gigantisch.

Volles Programm in Ninh Binh

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns aus dem Mai Chau Valley und fahren zurück nach Hanoi. Da es bereits spät ist, bleiben wir die Nacht in Hanoi und fahren erst am nächsten Tag weiter nach Ninh Binh.

Dort am Bahnhof angekommen, meistern wir den Fußmarsch zum Kinh Do Hotel, unserer schönsten Unterkunft bisher. An der Rezeption bekommen wir erstmal Tee und Bananen. Die gibt es hier häufig als Zugabe nach dem Essen. Beim Tee kommt auch gleich schon ein lustiger kleiner Herr und stellt uns die Sehenswürdigkeiten rund um Ninh Binh vor. Ohne einmal selbst zu Wort zu kommen buchen wir zwei Tage vollgepackt mit verschiedensten Aktivitäten. Weder die einzelnen Aktivitäten, noch deren Reihenfolge können wir uns einprägen. Aber immerhin die Uhrzeit für den Treffpunkt am nächsten Morgen. 

Den angebrochenen Abend nutzen wir, um uns die Stadt anzuschauen. Verkehr gibt es im Gegensatz zu dem in Hanoi kaum, man kann fast mit geschlossenen Augen die Straße überqueren. Dafür leuchten unzählige Reklametafeln und Lichterketten. Weihnachtlich dekorieren können die Vietnamesen, auch wenn es etwas kitschig ist. Und aus so manchem Lautsprecher, sogar an Straßenlaternen, ertönt laute Musik.

Die Suche nach einem Restaurant zum dinieren gestaltet sich schwierig. Auf die allgegenwertige Nudelsuppe mit allen möglichen Beilagen haben wir mittlerweile keine Lust mehr. Wir landen schließlich im Coffee Phong, wo es zur Abwechslung auch mal europäisches Essen gibt. 

Am nächsten Morgen geht es früh los. Ohne Kaffee! Da kein Fahrer für uns Zeit hat, bringt uns der Hotelbesitzer (oder Tourenverkäufer? Man weiß es nicht…) selbst. Nach 10 Metern hält er an und holt frische Ananas, Mango und Wasser aus dem Kofferraum, unser Frühstück, das wir während der Fahrt genießen. Zum Cuc Phuong Nationalpark führt eine schmale Straße durch wilden Urwald. Dort sehen wir uns zuerst ein Affen- und Schildkrötenschutzzentrum an, bevor es noch tiefer in den Urwald geht. Nach der Besichtigung der Cave of Prehistoric Man steht uns eine zweistündige Wanderung bevor mit viiielen Stufen. Höhepunkt dieses Tracks ist der “1.000 year ols tree“.

Den Abschluss des Tagesprogrammes bildet eine gemütliche Bootsfahrt im Van Long Wetland Nature Reserve. In den Sonnenuntergang rudern lassen, sehr romantisch. Einfach innehalten und den Moment genießen.

Zurück in Ninh Binh machen wir uns wieder auf ins Coffee Phong, wo uns die Gelüste nach bekanntem Essen, nach Pizza, übermannen. Nicht die beste Pizza der Welt, aber sie schmeckt. Wie schon am Vorabend fällt uns ein kleines Mädchen auf, das sich im Restaurant ganz zuhause fühlt und die Gäste unterhält. Es macht Spaß, es zu beobachten und lässt dich alles andere für einen Moment vergessen.