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Mariposa & Santa Cruz

Vom Yosemite Nationalpark brechen wir auf in Richtung San Francisco. Dabei verbringen wir eine Nacht in Mariposa, wo wir am Pool ein Pärchen aus der Schweiz kennenlernen. Wir erzählen uns von unseren Reisen und verbringen einen gemütlichen Abend mit dem ein oder anderen Bier.

Tags darauf fahren wir weiter an die Küste, nach Santa Cruz. Zum Sonnenuntergang schlendern wir über die Strandpromenade bis hin zum Boardwalk, einem Vergnügungspark inklusive Lift, mit dem man über den Park hinweg fahren kann. Allerdings fehlen die Sitze am Lift, sodass uns dieser Spaß verwehrt bleibt.

Am nächsten Morgen sind wir auf dem Weg ins Silicon Valley, als sich auf dem Freeway ein irrer Motorradfahrer zwischen unserem Mazda und einem anderen Auto hindurch zwängen muss und dabei an unseren Außenspiegel fährt. Nach dem ersten Schock bleiben wir stehen und sehen, dass die Abdeckung fehlt. Ebenso wie der Motorradfahrer, der seine waghalsige Fahrt unbeirrt fortgesetzt hat.

Im Silicon Valley schauen wir uns das Besucherzentrum von Apple an und blicken von dessen Dachterrasse auf das sogenannte Ufo, den Hauptsitz des Technikriesen. Das Besucherzentrum selbst ist modern, clean. Jeder Fingerabdruck auf der Glasfassade wird von einem Mitarbeiter sofort weggewischt. Genau so habe ich mir das vorgestellt.

Endlich ans Meer

Die nächste mehrstündige Fahrt bringt uns ans Meer, endlich. Wir werfen uns auch gleich in die Badehose und laufen zum Strand. Breiter, weißer Sandstrand, menschenleer und die Sonne scheint, perfekt. Bis das Wasser unsere Zehen berührt. Denn das Wasser ist eiskalt, ans hinein springen gar nicht zu denken. Deshalb sind wir auch fast die einzigen Leute hier.

Also zurück ins Hotel, wo wir unser Glück am Pool versuchen. Aber auch da ist das Wasser kein bisschen wärmer. So schmeißen wir uns auf die Liegestühle und genießen die wärmende Sonne bei einem Becher Kalifornischem Chardonnay. Da kann man die Sonne schmecken.

Bye bye Asien

Etwas weiter nördlich beziehen wir tags darauf unser Ressort. Schöner Pool, großer Garten und nur zwei Zimmer. Nicht nur, dass wir die einzigen Gäste sind, auch von den Angestellten lässt sich kaum mal jemand blicken. Beim Kaffee im Restaurant nebenan kriegen wir Besuch von einem großen Dickhäuter.

Tags darauf machen wir uns auf nach Negombo. Dort werden wir sehr herzlich empfangen von unseren Freunden vom ersten Aufenthalt im Explore Hostels. Zusammen mit einer Düsseldorferin verbringen wir einen sehr lustigen Abend mit dem ein oder anderen Bier.

Morgens gibt’s dann erstmal ein deftiges Frühstück, um gestärkt zum Tauchcenter zu fahren. Unser Gastgeber Ravi begleitet uns dabei und hilft bei der Kommunikation. Leider sind die Bedingungen zum Tauchen nicht ideal und die Zeit bis zu meinem Flug ist zu kurz. Deshalb entscheiden wir uns kurzfristig für’s Wakeboarden. Raus auf’s Meer, Board angeschnallt, Leine festgehalten und ab geht die wilde Fahrt. Gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten. Außerdem braucht man zum Festhalten ziemlich viel Kraft. Aber es macht Spaß, auch wenn ich mich nicht als Naturtalent bezeichnen würde.

Nach einem Powernap müssen wir Biernachschub holen. Dabei begleitet uns unser Gastgeber, der auch für unser Dinner einkauft. Es gibt srilankisches Curry mit allerlei Soßen, Gemüse und Reis; sehr lecker. Ich werde das Essen hier vermissen. Genauso wie die lustigen Runden im Hostel mit den beiden Gastgebern. Immer gut gelaunt, bei jeglichem Anliegen behilflich und sehr herzlich gestalten sie den Aufenthalt sehr entspannt. Mit einer Einladung in ihr Haus und einer Umarmung müssen wir uns schließlich verabschieden. Denn meine Asienreise endet hier.

Mit dem Zug durch die Wildnis

Den nächsten Morgen verbringen wir im Hotel. Nach einer morgendlichen Runde im Pool gibt’s Frühstück. Suppe, Omlett, Nudeln, Brot und Gemüse in verschiedenen Soßen. Im Gegensatz zu unserem Frühstück im ersten Hostel essen wir dieses Mal mit Besteck. Danach springen wir wieder ins kalte Nass, bevor es Mittagessen gibt. Nahezu die selben Soßen wie zum Frühstück, aber mir Reis.

Danach fahren wir weiter nach Ella. An Seen vorbei, über holprige Straßen durch den Regenwald. Der aufregendste Teil des Weges ist aber der von Ella zu unserem Homestay. Schotter- bzw. Lehmstraße, kaum breit genug für einen Kleinwagen. Immer wieder müssen wir tiefe Gräben überwinden, sodass unser Prius an seiner Unterseite jetzt wohl einige Schleifspuren mehr hat, der Arme.

Zum Abendessen lassen wir uns von einem Tuktuk ins Zentrum bringen. Dort sehen wir zum ersten Mal in Sri Lanka viele Touristen. Die kleine, in den Bergen gelegene Stadt ist wohl ziemlich beliebt. Am Straßenrand reihen sich Hotels, Restaurants und Souvenierläden aneinander.

Auf der Suche nach einem kühlen Bier erhalten wir allerdings erstmal einen gehörigen Dämpfer. Zwei ethnische Minderheiten Sri Lankas feiern heute und morgen ihr Neujahr, deshalb gibt’s anscheinend nirgends Alkohol. Es ist dies bereits meine dritte Neujahrfeier innerhalb vier Monate. So schnell geben wir aber nicht auf. Schon im nächsten Restaurant sehen wir Bier auf den Tischen stehen und bestellen uns prompt eines.

Lange bleiben wir aber nicht, denn nach der langen Autofahrt sind wir müde und wir wollen zum Sonnenaufgang auf den Little Adam’s Peak. Also stehen wir um 5 Uhr auf und erklimmen den nahegelegenen Hügel. Wir schaffen es gerade noch so, um die Sonne hinter dem Horizont empor steigen zu sehen.

Zurück im Homestay gibt’s dann Frühstück mit Blick auf die berühmte Nine Arches Railway Bridge. Gestärkt steigen wir den schmalen Pfad hinab, um auf den Gleisen bzw. der Mauer entlang zu balancieren.

Dann wollen wir die Zugfahrt auch selbst erleben. Unser Freund, der Tuktuk-Fahrer, bringt uns drei Bahnhöfe weiter, wo wir in den Zug zurück nach Ella steigen. Sitzplatz brauchen wir keinen. Wir stehen an der offenen Tür, weit nach außen gelehnt, und genießen den Blick auf die umliegende Landschaft. Was der Spaß kostet? Ziemlich genau 0,08€ Person . Für 45 Minuten Bahnfahrterlebnis.

Der Zug klappert langsam vor sich hin, dann erreichen wir auch schon die Nine Arches Bridge. Dort stehen unzählige Touristen und Locals, für die das Vorbeifahren des Zuges ein echtes Highlight zu sein scheint. Wie auch für uns im Zug.

In Ella steigen wir wieder aus, holen unseren Prius und düsen damit nach Kataragama am Yala Nationalpark. Dort springen wir sogleich in den Pool unseres Hotels. Bald gesellen sich zwei Pärchen aus Sri Lanka dazu, mit denen wir im Wasser Ball spielen. Die beiden Männer besitzen jeweils eine Teefabrik und wohnen in großen Villen. Einer von ihnen singt auch und zeigt uns sein Musikvideo auf YouTube. Am Ende bekommen wir ihre Visitenkarte und eine Einladung in ihre Villa.

Unterwasserakrobatik zwischen ausgedehnten Poolsessions

Am nächsten Morgen will ich eigentlich die Subwing Tour machen, die ich am Vortag gebucht und bereits angezahlt habe. Allerdings hat der Kollege vergessen, dass für sie ein großer Gebetstag ist und die Tour daher ausfällt.

So schnappe ich mir nach dem Frühstück meinen Schnorchel und mache mich auf zum Strand im Osten der Insel. Dort sollte man eigentlich Schildkröten antreffen, aber ich hatte wohl kein Glück. Dafür entspannt es sich auf der Liege mit einer frischen Kokosnuss und einem Buch ganz gut.

Zum Mittagessen geht’s ins Good Earth Cafè. So viele leckere und gesunde Speisen zur Auswahl. Ich entscheide mich für Porridge mit Kokosmilch, Cranberries, Nüssen, Bananen und selbstgemachter Granola. Dazu gibt’s nen pinken Fruchtshake. Genau das Richtige für heiße Sommertage.

Gestärkt wage ich mich an den anstehenden Zwischentest des Liegestütze-Trainingsplans. Geschafft! Also noch zwei Tabatas hinterher. Schließlich dauert es nicht mehr lange, bis ich wieder ins Fußballtraining einsteigen werde und dann will ich einigermaßen fit sein. Davon abgesehen ist eine allgemeine Fitness wichtig für Körper, Geist und Seele.

Strond food, strong body. Strong body, strong mind. Strong mind, strong human.

Am nächsten Morgen klappt’s dann auch mit der Subwing Tour. Mit einem Pärchen aus Berlin und den Guides schippern wir rüber nach Gili Trawangan. Die Erklärung, wie man das Gefährt unter Wasser steuert, hört sich ziemlich kompliziert an. Linke Hand runter, rechte hoch, einhändig. Zu viele Informationen auf einmal. Ab ins Wasser, sich vom Boot ziehen lassen und einfach machen. Nach fünf Minuten “kennenlernen“ klappt’s dann schon ganz gut.

Beide Hände nach unten zum Abtauchen. Einhändig, um mit der anderen Hand den Druck in den Ohren ausgleichen zu können. Links runter, rechts hoch, Beine überkreuz für die Drehung um die eigene Achse. Nach einigen Versuchen klappt’s tatsächlich. Beim Luftholen an der Wasseroberfläche haben wir dann etwas Zeit, dem Guide vor uns bei seinen Kunststücken zuzuschauen. Schrauben, Drehungen, auf dem Board stehen, “Lazy boss in the Office“. Cool, was mit so einem simplen Board alles möglich ist.

In der Pause zur zweiten Session wollen wir natürlich wissen, wie man die Tricks macht. Auf’s Brett zu steigen gebe ich nach einigen gescheiterten Versuchen auf. Doch den “Lazy boss“ kriege ich beim ersten Mal hin. Board heranziehen, einen Fuß einhängen und sich damit festhalten. Zurücklehnen, Hände hinter dem Kopf verschränken und sich einfach ziehen lassen. So, wie ein fauler Chef eben in seinem Bürosessel sitzt. Dann kreuzen noch eine Schildkröte und einige Taucher unseren Weg, die uns ganz verdutzt hinterher schauen. Jede Menge Action und Spaß.

Zurück an Land ist es auch schon Zeit zum Mittagessen. Ich gehe wieder ins Good Earth Cafè, wo ich einen cremigen Milchreis mit Kokosmilch, Nüssen und frischer Ananas bestelle. Dazu einen scharfen Ingwer-Shot und einen grünen Smoothie mit Kokoswasser. Kurze Zeit später gesellt sich mein schweizer Kollege dazu, der gerade erst auf Gili Air angekommen ist. Dann geht’s zurück ins Hostel und an den Pool zum Abkühlen. Hier lassen sich einige Stunden totschlagen.

Am nächsten Morgen, solange es noch einigermaßen kühl ist, absolviere ich wieder ein Workout; Liegestütze, eine Tabata für die Beine und eine für den Rumpf. Dann geht’s im selben Rhythmus wie am Vortag weiter: Pool, Mittagessen, Pool, Abendessen, Pool. Mittags Mexikanisch am Strand, abends Pizza beim Italiener.

Schlaflos auf den Vulkan

Nach 8 Stunden Busfahrt, 4 Stunden Flug und einer völlig überteuerten Taxifahrt (Wieder eine neue Währung, die umgerechnet werden muss. Dafür bin ich jetzt Millionär) komme ich gegen Mitternacht im Cara Cara Inn an. Ich bin froh, das Hostel für diese Nacht gebucht zu haben, auch wenn ich dort nicht schlafen werde. Kurz duschen und meine sieben Sachen verstauen.

Nach einem Kaffee und einem Bier in der großen Lobby kommt auch schon mein Taxi. Zwei Bekannte haben eine Tour gebucht und nehmen mich freundlicherweise mit. 2 Stunden Fahrt, dann beginnen wir den Aufstieg zum Gipfel des Mount Batur. Über schwarzen Sand führt der Weg hinauf bis zum Kraterrand des Vulkans. Dort heißt es warten auf die Sonne, während wir den Blick auf den Lake Batur genießen.

Doch kurz bevor es soweit ist zieht dichter Nebel auf und lässt den wärmenden Sonnenstrahlen kein Durchkommen. Immerhin können wir unsere Hände am heißen Kaffee wärmen. Und das servierte Frühstück ist allererste Sahne: Toastbrot mit Bananenaufstrich und ein hardgekochtes Ei. Vor dem Rückweg tun wir unserer Haut noch etwas Gutes und stellen uns in den heißen Dampf, der aus den Felsen kommt. Dadurch sehen wir jetzt bestimmt 5 Jahre jünger aus.

Zurück im Tal bringt uns unser Fahrer zu den berühmten Reisterrassen von Tegallalang. Schon hunderte Male in den sozialen Netzwerken gesehen, ist der Anblick trotzdem faszinierend. Zu beiden Seiten des Tales stapeln sich die Terrassen empor und strahlen im kräftigen Grün. Zu diesem Ausblick gönnen wir uns noch einen Smoothie, bevor wir zurück nach Kuta fahren.

Die Fahrt aber scheint mir endlos lange, denn mittlerweile bin ich seit 30 Stunden wach und sehne mich nach einem Bett. Zurück im Hostel bin ich zwar total müde, finde aber keinen Schlaf. Also erstmal zu Mittag essen: Dragon Smoothie Bowl und dazu Cold Brew Coffee.

Super erfrischend, gesund, lecker. Genau mein Ding und perfekt zum schwül-heißen Wetter in Bali. Dann schaue ich mir den Pool im Hostel an und entspanne dort in der Hängematte über dem Wasser.

Nach dem Abendessen nutze ich noch die Gunst der (glücklichen) Stunde und genieße zwei Cocktails zum Preis von einem an der coolen Hippie-Bus-Bar auf einer der Terrassen im Hostel. Dort komme ich mit einem Schotten ins Gespräch. Celtic Fan, St. Pauli Sympathisant und Freund des gepflegten Sports, das passt. Mein Bett läuft mir zum Glück ja nicht weg. Nach dann 40 schlaflosen Stunden hat das Warten dann ein Ende. Gute Nacht.

Tags darauf drehe ich nach dem Frühstück eine Runde durch die Straßen von Kuta. Für meinen Geschmack, vor allem nach der Zeit im Norden der Philippinen, zu touristisch. Also zurück ins Hostel zum Pool, wo es überraschend ruhig ist, obwohl eine sehr große Unterkunft.

Zum Sonnenuntergang setze ich mich an den Strand. Es ist aber ziemlich bewölkt und der Strand vollgemüllt. Kuta ist eben ein Partyort. Gut, dass ich am nächsten Morgen weiter fahre.