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Endlich ans Meer

Die nächste mehrstündige Fahrt bringt uns ans Meer, endlich. Wir werfen uns auch gleich in die Badehose und laufen zum Strand. Breiter, weißer Sandstrand, menschenleer und die Sonne scheint, perfekt. Bis das Wasser unsere Zehen berührt. Denn das Wasser ist eiskalt, ans hinein springen gar nicht zu denken. Deshalb sind wir auch fast die einzigen Leute hier.

Also zurück ins Hotel, wo wir unser Glück am Pool versuchen. Aber auch da ist das Wasser kein bisschen wärmer. So schmeißen wir uns auf die Liegestühle und genießen die wärmende Sonne bei einem Becher Kalifornischem Chardonnay. Da kann man die Sonne schmecken.

Inselfeeling pur auf Koh Lipe

Mein Flug von Pattaya nach Hat Yai geht erst abends, deshalb verbringe ich eine Nacht dort und nehme am nächsten Morgen das erste Speedboat nach Koh Lipe. 1,5 Stunden eingequetscht wie Sardinen in der Dose. Aber die Überfahrt hat sich gelohnt. Traumhaft schöne, kleine Insel mit drei großen und vielen kleinen Stränden. Dazu eine Walking Street mit Hostels, Bars, Restaurants und Shops.

Vom Pier aus laufe ich den Pattaya Beach entlang auf der Suche nach meinem Hostel. Aber dort, wo es laut Maps.Me sein soll, steht ein nobles Ressort. Ein Taxifahrer (Motorrad mit Beiwagen, es gibt keine Autos auf der Insel) weist mir schließlich den Weg. Den Strand entlang zurück zur Walking Street bei gefühlten 45 Grad.

Zum einchecken im Me Hostel muss ich erstmal die nette Dame am Empfang aufwecken. Nach dem Mittagessen geht’s dann auch schon zum Strand. Sonne tanken, Seele baumeln lassen, Leute beobachten und einfach nur genießen. Zum Sonnenuntergang schauen wechsle ich den Strand. Sunset Beach sollte sich dafür doch eignen. Direkt am Wasser liegen schon Matten und Kissen bereit, dazu darf’s dann auch ein Mojito sein. So lässt es sich leben.

Danach steht wieder ein wenig Sport auf dem Programm. So ein abendlicher Lauf eignet sich auch gut, um die Insel zu erkunden. Ohne Plan laufe ich kreuz und quer über die Insel. Nur die Walking Street versuche ich zu meiden. Zu viele Menschen hier. Am zweiten Strand, an den ich gelange, lege ich eine kurze Pause ein für ein paar Liegestütze, bis die Moskitos über mich herfalllen. Also weiter des Weges.

Nach der dringend benötigten Dusche und einem köstlichen Phat Thai spaziere ich den Pattaya Beach entlang. Es ist Freitagabend und in einigen Beachbars ist gut was los. Zuerst bestaune ich eine Feuershow am Strand und dann die Poolparty nebenan.

Den nächsten Tag verbringe ich wieder am Pattaya Beach, wo am meisten los ist. Dort drückt mir ein Promoter den Flyer einer Party in die Hand, die am Abend in der Sea La Vie Beach Bar am Sunrise Beach steigen soll. Das lasse ich mir nicht entgehen. Davor steht aber eine Schnorcheltour an. In einer kleinen Gruppe von 7 Personen bringt uns das Longtail Boot zu drei verschiedenen Schnorchelspots, wo wir das Unterwasserleben bestaunen. Verschiedenste Korallen und Fische, einfarbige, bunte, kleine und größere. Zum Abschluss steht der Sonnenuntergang auf dem Programm. Der fällt aber leider den Wolken zum Opfer. Trotzdem ein schöner Ausflug und eine tolle Erfahrung.

Am Abend geht’s dann zum Sunrise Beach, dem dritten großen Strand Koh Lipes. Und dieser gefällt mir am besten, sodass ich den nächsten Tag hier verbringe. Kristallklares Meer, weißer Sand, einige typisch thailändische Longtail Boote im Wasser und meine neue Lieblingsstrandbar, Sea La Vie.

Am Abend ist es wieder Zeit für einen Lauf. Dieses Mal geht es geradlinig bis ans eine Ende der Insel, wo nur noch ein schmaler Steig verläuft. Wieder zurück ins Zentrum und ans andere Ende, Sunrise Beach. Dort habe ich am Vortag einige Fitnessgeräte entdeckt. Endlich wieder mal Klimmzüge, Dips, Leg Raises und Bizeps Curls (Die Hantel besteht aus einem Stahlrohr und zwei in Eimern gegossenen Betonklötzen an den Enden, Gewicht unbekannt). Dabei werde ich immer wieder mal von einem der Kellner angefeuert und einer holt sich Tipps fürs Bauchmuskeltraining.

Montagmorgen, auf der Suche nach Frühstück, finde ich ein Restaurant, wo sie Porrige servieren. Mein traditionelles Frühstück von zuhause, mit frischen exotischen Früchten, lecker. Danach checke ich aus und übersiedle ins The Street Hostel. Sehr stylisch, gute Ausstattung, Klimaanlage im Schlafsaal und ein einladender Gemeinschaftsbereich.

Beim Check-Out im Me Hostel treffe ich eine Thailänderin aus Bangkok, die auf Koh Lipe Urlaub macht. Wir verabreden uns, gemeinsam an den Strand zu gehen und ich zeige ihr die Hotspots der Insel. Ein Tourist aus Südtirol, der einer Thai Thailand zeigt, klasse. Wir verbringen meine verbliebenen zwei Tage zusammen, entspannen am Strand, essen gemeinsam, trinken ein Bier oder einen Cocktail und haben eine gute Zeit.

Sonne und Strand an Heiligabend

Am zweiten Tag in Hoi An keine Wetterbesserung in Sicht. Wir wollen das beste daraus machen, leihen wir uns von unserem Gastgeber zwei Fahrräder und radeln damit zum Strand. Zum Glück ist die Straße eben und der Strand nicht allzu weit entfernt. Die Räder klappern und wackeln nämlich ganz schön. Dort essen wir in einer kleinen Strandbar zu Mittag und genehmigen uns dazu eine Kokosnuss.

Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis sich die Wolken verziehen und die Sonne zum Vorschein kommt. Zeit für einen Strandspaziergang. Nicht der schönste Strand, den ich je gesehen habe, aber wir genießen jetzt erstmal die wärmenden Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Die als Weihnachtsmann verkleideten Menschen erinnern uns dann wieder, dass Heiligabend ist. 

Abends machen wir uns wieder auf den Weg in die Altstadt. Von Besinnlichkeit und Stille ist aber wenig  zu spüren. Roller stauen sich auf den Straßen und hupen. Teilweise sitzen ganze Familien drauf und holen sich an den Städten am Straßenrand Weihnachtsmann-Luftballons und -Kostüme. Von der katholischen Kathedrale tönt laute Musik, als wäre gerade ein Festival im Gange. Das kennen wir zuhause anders, aber wir sind ja hier, um fremde Kulturen zu erleben.

Als wir den Parcours geschafft haben, suchen wir uns ein nettes Restaurant für unser Heiligabend Dinner. Zur Feier des Tages gönnen uns ein schickes Essen im Little Faifo. Ein feuchtes Tuch, um sich vor dem Essen die Hände abzuwischen, die Serviette wird uns fein säuberlich auf den Schoß gelegt. Das Bier (zu so einem Mahl hätte es eigentlich ein gutes Glas Wein sein können) wird von zwei Kellnerinnen synchron am Tisch ausfgeschenkt. Die Hauptspeise ist schon sehr lecker, wird aber vom Nachtisch übertrumpft. 

Nach dem Essen ein kleiner Veradauungsspatzziergang zum Fluss. Auf der anderen Seite der bunt leuchtenden Brücke erwarten wir das selbe Bild. Gemütlich dahin schlendernde Menschen umgeben von Lichterketten und Laternen. Aber weit gefehlt. Es leutchtet zwar aus allen Richtungen, aber nur wenige Meter weiter ertönt laute Partymusik. Die Bars sind voll und auch auf der Straße davor feiert die Menge. Wir setzen uns ins Freaky Monkey, wo es ein kleines bisschen gemütlicher her geht. “Party all night, sleep all day“ lautet deren Motto. Wir gönnen uns einen Cocktail und beobachten das bunte Treiben. Auch so kann man Weihnachten feiern. Andere Länder, andere Sitten und wir passen uns dem gerne an.