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Sequoia Nationalpark und Kings Canyon

Vom Meer geht’s dann wieder in die Berge. Endlos geradeaus, an Mandelplantagen, Baumwollfelder und gigantischen Farmen mit tausenden von Rindern vorbei hat man das Gefühl, seinem Ziel einfach nicht wirklich näher zu kommen.

Und so fährt man unwiderruflich schneller und schneller, ohne es wirklich zu merken. Erst als plötzlich ein Polizeiauto hinter einem fährt, schaut man auf den Tacho. Aber dann schalten sie das Blaulicht an. Jetzt ist es schon zu spät. Glücklicherweise bleibt es bei einer Verwarnung. Bei der nächsten Übertretung wird’s aber teuer.

Mit angepasster Geschwindigkeit fahren wir deshalb in den Sequoia Nationalpark, wo wir als erstes am Tunnel Tree halt machen. Der Name sagt schon, worum es sich dabei handelt.

Weiter geht’s die geschwungene Passstraße entlang zum Moro Rock, dessen 400 Stufen wir im Laufschritt erklimmen. Die glatten Wände laden zum herumtollen ein. Oben stoßen wir erstmal mit einem kühlen Blonden an und genießen einen tollen Sonnenuntergang.

Das nächste Highlight im Sequoia Nationalpark ist der General Sherman Tree, ein Bergmammutbaum gewaltigen Ausmaßes. Nicht die Höhe von etwa 84 Metern, sondern sein Volumen machen ihn zum “biggest tree in the world“; 31 Meter Umfang, fast 1.500m³ Volumen und geschätzte 2.000 Tonnen Lebendgewicht. Einfach gigantisch.

Beine hochlegen auf Gili Air

Nach der anstrengenden Tour geht’s rüber auf Gili Air. Dort ist dann Beine hochlegen und Schlaf nachholen angesagt. Erst am nächsten Tag erkunde ich ein wenig die Insel. Zu Fuß, denn von meinem Hostel aus sind es nur jeweils wenige hundert Meter bis an die Strände. Und die Bewegung hilft gegen den Muskelkater. Wie auch die Fußmassage, die ich mir gönne.

Auf den Gilis gibt’s weder Autos noch Motorräder, bis auf einige mit Elektroantrieb. Dafür kann man sich von Pferdekutschen herumfahren lassen. Polizei braucht es dann ja keine. So bekommt man überall Marihuana und Magic Mushrooms angeboten. Man lehnt natürlich respektvoll ab.

Dann lege ich mich an den Pool im Beranda Hostel, das eher einem Ressort gleicht. Die Bungalows sind zwar nicht groß, aber gemütlich. Und am Pool mit großem Garten drumherum kann man gut entspannen.

Danach beginnt es zu regnen, deshalb gehe ich zum Mittagessen nur ins neu eröffnete Restaurant Eating Freely nebenan. Die Leute sind da sind super und wir unterhalten uns mehrere Stunden lang. Der Besitzer erzählt von seinen Erfolgen im nationalen Barkeeper-Wettbewerb und bittet mich um Tipps, wie er die Passanten ansprechen soll, damit sie einkehren. Zurück im Hostel nutze ich das Wetter und schwimme im verlassenen Pool einige Runden.

Pünktlich zum Sonnenuntergang hellt der Himmel dann etwas auf, sodass ich mich auf den Weg zum Strand mache. Auf der Türschwelle stehen plötzlich zwei meiner Trekking-Kollegen vor mir und wir gehen zusammen zum Strand.

Der Himmel beginnt bereits, sich zu färben. Lila, violett, orange, feuerrot. Ein unglaubliches Naturschauspiel und definitiv der beste Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe.

Nach zwei Cocktails und einem Rückblick auf unsere gemeinsame Tour essen wir gemeinsam zu Abend. Tags darauf, nach veganen Pancakes mit Kokosschaum zum Frühstück, gehe ich zum Schnorcheln. Die erhofften Schildkröten habe ich zwar nicht gesehen, dafür aber viele von Nemos Freunden.

Auf dem Weg zurück entdecke ich Aura Bowl, ein kleiner Stand, wo es leckere Smoothie Bowls gibt. Frisch pürierte Früchte, Haferflocken, Nüsse, Trockenfrüchte und Obst on top, da kann ich natürlich nicht Nein sagen.

Danach wage ich mich wiedermal an die Liegestütze. Zum Abkühlen ein Sprung in den Pool, dessen Wasser aber ziemlich warm ist. Zum Abendessen geselle ich mich zu meinen Freunden nebenan. Dort laden mich zwei Schweizer zu ihrem Tisch ein. Ich erzähle ihnen von den guten Cocktails und müssen diese dann natürlich auch probieren. Wir verbringen einen lustigen Abend.

Lombok, das Bali ohne Massentourismus

Mit Van, Speedboat und Motorradtaxi gelange ich tags darauf nach Lombok. Nach dem Mittagessen im einzigen fußläufig erreichbaren Warung (Restaurant) spaziere ich zum Strand. Außer einigen Schiffsbauern ist hier nichts los. Nach einem Sprung ins kalte Nass klettere ich über die Klippen zur nächsten Bucht. Da bin ich jetzt komplett alleine und hlre nichts außer das Rauschen des Meeres. Kein Vergleich zu Bali. Hier weiden noch Kühe auf dem Fußballplatz.

Pünktlich zum Sonnenuntergang darf’s dann etwas Sport sein. Die nächste Einheit des Liegestütze Trainingsplans steht auf dem Programm, genauso wie eine Tabata für Beine und Körpermitte.

Am nächsten Morgen gibt’s erstmal Frühstück im Hostel. Balinesischer Kaffee und Bananen-Kokos-Pfannkuchen. Warum sie ihren Kaffee hier nicht filtern, bleibt mir ein Rätsel. An das viele Pulver werde ich mich die verbleibenden Tage wohl nicht mehr gewöhnen. Dafür bekommen wir Nachschlag, und zwar den ganzen Tag lang.

Dann leihe ich mir einen Motorroller und fahre damit nach Senggigi, einem schönen Strandort weiter im Süden. Helm, Führerschein, Nummernschild, alles überbewertet. Über den Markt gehe ich zur Strandbar, jeweils menschenleer. Wie auch der Strand, bis auf einige Souvenirverkäufer. Die konzentrieren sich deshalb ganz auch mich. Zeitweise sitzen drei davon bei mir am Tisch, wo ich eigentlich in Ruhe mein zweites Frühstück genießen will. Kaffee und ein Teller mit frischen Früchten.

Gestärkt mache ich mich auf zu zwei Wasserfällen im Krandangan Nationalpark. Schon auf dem Weg dorthin komme ich zur Erkenntnis, dass ich wohl alleine da sein werde; immer wieder durchbreche ich Spinnennetze. So ist es dann auch. Der zweite Wasserfall begrüßt mich mit einem kleinen Regenbogen. Und ich kann mich austoben, den besten Platz zum Sonnenbaden im Wasser für mich beanspruchen. Erst auf dem Rückweg begegnet mir eine Gruppe junger Leute.

Zum Mittagessen werde ich in der Strand in Senggigi willkommen geheißen wie ein guter Freund. Immerhin bin ich nicht mehr der einzige Tourist. Zum Verdauen lege ich mich an den Strand.

Musik an, Welt aus.

Im Hostel probiere ich mich wieder in Calisthenics, um die Mobilität meiner Muskeln und Gelenke zu verbessern. Für einige Übungen bin ich noch zu eingerostet, aber dranbleiben und weiter daran arbeiten.

Was einmal zur Routine geworden ist, kostet keine Überwindung mehr.

Zum Abendessen nehme ich wieder den Roller und fahre in ein schickes Restaurant am Strand. Auf einer gemütlichen Liege genieße ich den Sonnenuntergang zum Essen. So lässt es sich leben.

Insel-Hopping in Coron

Um 5:30 Uhr morgens geht mein Flieger nach Busuanga nahe Coron, gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang über den Wolken. Wunderschön, wie sich der Himmel von dunkelblau erst gelb und dann feuerrot färbt, bevor sich die Sonne zeigt.

In Coron entspanne ich erstmal ein wenig, bevor ich mir die Laufschuhe anziehe und auf den nahegelegenen Mt. Tapyas renne. Er ist zwar nur 163 Meter hoch, aber die knapp 800 Stufen haben es in sich.

Don’t do what all the others do.

Find your own way.

Viele, an denen ich vorbei laufe, sind schon nach wenigen Metern außer Atem. Auf auf dem Gipfel bin ich dann aber auch richtig platt. Dafür werde ich mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt.

Dafür gesellen sich mein Kumpel und seine Freunde dazu, die ich wieder zufällig da treffe. Danach gehen wir noch gemeinsam zum Italiener, wo es eine richtig gute Pizza gibt.

Am nächsten Morgen muss ich wieder früh raus. Ich mache die Ultimate Island Tour, bei der wir 6 verschiedene Attraktionen rund um Coron ansteuern. Mit Fischen schnorcheln in den Twin Lagoons und beim Skeleton Wreck.

Dann gibt’s Lunch direkt über kristallklarem Wasser. Frisch auf dem Boot gegrillter Fisch, Muscheln, Algen, alles was das Meer so bietet.

Weiter geht die Fahrt mit 18 Passagieren und unseren lustigen Guides zum Kayangan Lake, wo wir erstmal einige Stufen erklimmen müssen, um auf der anderen Seite zum See hinabzusteigen. Da spüre ich meinen Berglauf vom Vortag ganz schön in den Beinen. Dafür werden wir mit kristallklarem Wasser und einer Höhle, in die man hineinschwimmen kann, belohnt.

Beim nächsten Stopp, dem CYC Strand, kann ich dann meine Beine etwas hochlegen. Und auch bei den Siete Pecados liege ich auf dem Boot und genieße die Sonne.

Inselfeeling pur auf Koh Lipe

Mein Flug von Pattaya nach Hat Yai geht erst abends, deshalb verbringe ich eine Nacht dort und nehme am nächsten Morgen das erste Speedboat nach Koh Lipe. 1,5 Stunden eingequetscht wie Sardinen in der Dose. Aber die Überfahrt hat sich gelohnt. Traumhaft schöne, kleine Insel mit drei großen und vielen kleinen Stränden. Dazu eine Walking Street mit Hostels, Bars, Restaurants und Shops.

Vom Pier aus laufe ich den Pattaya Beach entlang auf der Suche nach meinem Hostel. Aber dort, wo es laut Maps.Me sein soll, steht ein nobles Ressort. Ein Taxifahrer (Motorrad mit Beiwagen, es gibt keine Autos auf der Insel) weist mir schließlich den Weg. Den Strand entlang zurück zur Walking Street bei gefühlten 45 Grad.

Zum einchecken im Me Hostel muss ich erstmal die nette Dame am Empfang aufwecken. Nach dem Mittagessen geht’s dann auch schon zum Strand. Sonne tanken, Seele baumeln lassen, Leute beobachten und einfach nur genießen. Zum Sonnenuntergang schauen wechsle ich den Strand. Sunset Beach sollte sich dafür doch eignen. Direkt am Wasser liegen schon Matten und Kissen bereit, dazu darf’s dann auch ein Mojito sein. So lässt es sich leben.

Danach steht wieder ein wenig Sport auf dem Programm. So ein abendlicher Lauf eignet sich auch gut, um die Insel zu erkunden. Ohne Plan laufe ich kreuz und quer über die Insel. Nur die Walking Street versuche ich zu meiden. Zu viele Menschen hier. Am zweiten Strand, an den ich gelange, lege ich eine kurze Pause ein für ein paar Liegestütze, bis die Moskitos über mich herfalllen. Also weiter des Weges.

Nach der dringend benötigten Dusche und einem köstlichen Phat Thai spaziere ich den Pattaya Beach entlang. Es ist Freitagabend und in einigen Beachbars ist gut was los. Zuerst bestaune ich eine Feuershow am Strand und dann die Poolparty nebenan.

Den nächsten Tag verbringe ich wieder am Pattaya Beach, wo am meisten los ist. Dort drückt mir ein Promoter den Flyer einer Party in die Hand, die am Abend in der Sea La Vie Beach Bar am Sunrise Beach steigen soll. Das lasse ich mir nicht entgehen. Davor steht aber eine Schnorcheltour an. In einer kleinen Gruppe von 7 Personen bringt uns das Longtail Boot zu drei verschiedenen Schnorchelspots, wo wir das Unterwasserleben bestaunen. Verschiedenste Korallen und Fische, einfarbige, bunte, kleine und größere. Zum Abschluss steht der Sonnenuntergang auf dem Programm. Der fällt aber leider den Wolken zum Opfer. Trotzdem ein schöner Ausflug und eine tolle Erfahrung.

Am Abend geht’s dann zum Sunrise Beach, dem dritten großen Strand Koh Lipes. Und dieser gefällt mir am besten, sodass ich den nächsten Tag hier verbringe. Kristallklares Meer, weißer Sand, einige typisch thailändische Longtail Boote im Wasser und meine neue Lieblingsstrandbar, Sea La Vie.

Am Abend ist es wieder Zeit für einen Lauf. Dieses Mal geht es geradlinig bis ans eine Ende der Insel, wo nur noch ein schmaler Steig verläuft. Wieder zurück ins Zentrum und ans andere Ende, Sunrise Beach. Dort habe ich am Vortag einige Fitnessgeräte entdeckt. Endlich wieder mal Klimmzüge, Dips, Leg Raises und Bizeps Curls (Die Hantel besteht aus einem Stahlrohr und zwei in Eimern gegossenen Betonklötzen an den Enden, Gewicht unbekannt). Dabei werde ich immer wieder mal von einem der Kellner angefeuert und einer holt sich Tipps fürs Bauchmuskeltraining.

Montagmorgen, auf der Suche nach Frühstück, finde ich ein Restaurant, wo sie Porrige servieren. Mein traditionelles Frühstück von zuhause, mit frischen exotischen Früchten, lecker. Danach checke ich aus und übersiedle ins The Street Hostel. Sehr stylisch, gute Ausstattung, Klimaanlage im Schlafsaal und ein einladender Gemeinschaftsbereich.

Beim Check-Out im Me Hostel treffe ich eine Thailänderin aus Bangkok, die auf Koh Lipe Urlaub macht. Wir verabreden uns, gemeinsam an den Strand zu gehen und ich zeige ihr die Hotspots der Insel. Ein Tourist aus Südtirol, der einer Thai Thailand zeigt, klasse. Wir verbringen meine verbliebenen zwei Tage zusammen, entspannen am Strand, essen gemeinsam, trinken ein Bier oder einen Cocktail und haben eine gute Zeit.

Lonley Beach mit Freunden

Raus aus dem Großstadttrubel, auf nach Koh Chang im Osten Thailands. Lonley Beach klingt genau richtig, um am Strand zu entspannen. Spät nachmittags komme ich im Süden der Insel an und checke im Beach Jungle Hostel ein. Super netter Gastgeber, großer Schlafsaal mit weichen Betten und außerdem werden Box- und Fitnesskurse angeboten. So einen Kurs will ich auf jeden Fall machen. Aber jetzt muss zuerst der Hunger gestillt werden. Dann ist es auch schon dunkel. Der Strand muss also auf morgen warten. 


Ich drehe eine Runde durch’s Zentrum, wo sich Bar an Bar reiht. Aus jeder tönt laute Musik, aber die Kundschaft lässt sonntags anscheinend auf sich warten. Trotzdem ist es wohl nicht so ruhig hier wie aufgrund des Namens vermutet. Nach einem Bier inklusive Feuershow zurück ins Hostel. Dort sitzen vor dem Doorm zwei junge Leute, die mir gleich einen Drink anbieten. Meine besten Freunde für die nächsten drei Tage. 


Am Morgen empfehlen sie mir eine kleine Bäckerei, geführt von einem Italiener. Dort frühstücken wir die kommenden Tage, denn es gibt endlich wiedermal einen guten italienischen Kaffee. Ich verbringe einen ganz entspannten Tag am Strand. Abends überwinde ich wiedermal meinen inneren Schweinehund und ziehe meine Laufschuhe an. 10km die Straße entlang Richtung Süden mit teils heftigen Steigungen. Sogar die ansonsten gut laufenden 125ccm Motorroller tun sich hier schwer. Ganz schon anstrengend, da ich seit zwei Monaten gar keinen Sport mehr gemacht habe. Aber es tut unendlich gut, es geschafft zu haben. 


Nach der dringend benötigten Dusche treffe ich wieder die anderen. Unsere Gruppe hat sich inzwischen auf sechs Leute erweitert. Davon drei Italiener, deshalb wollen wir uns eine Pizza gönnen. Aber mehr als ein Appetizer wird es nicht, denn in der Pizzeria gibt es nur noch zwei Pizzas und zwei Portionen Lasagne, die wir uns teilen. Diese schmecken allerdings sehr gut. 


Am nächsten Morgen kriege ich familiären Besuch aus Hamburg. Wir frühstücken alle zusammen und machen uns dann auf den Weg zum Wasserfall. Dort kann man wunderbar baden, sich von überraschend großen Fischen beknabbern lassen oder einfach nur Sonne tanken. Wir genießen die Zeit hier einfach nur. Dann fahren wir weiter zum Whute Sand Beach, der noch etwas schöner ist als der in Lonley Beach. Kurz entspannen, dann fahren wir zurück in eine gemütliche Strandbar am Lonley Beach. Bester Platz, um bei einem Cocktail den Sonnenuntergang zu genießen. Ein toller Moment. 


Am nächsten Morgen beim Frühstück verabschiedet sich dann einer nach dem anderen. Bis auf zwei zieht es uns alle am selben Tag weiter. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja irgendwann wieder.

Volles Programm in Ninh Binh

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns aus dem Mai Chau Valley und fahren zurück nach Hanoi. Da es bereits spät ist, bleiben wir die Nacht in Hanoi und fahren erst am nächsten Tag weiter nach Ninh Binh.

Dort am Bahnhof angekommen, meistern wir den Fußmarsch zum Kinh Do Hotel, unserer schönsten Unterkunft bisher. An der Rezeption bekommen wir erstmal Tee und Bananen. Die gibt es hier häufig als Zugabe nach dem Essen. Beim Tee kommt auch gleich schon ein lustiger kleiner Herr und stellt uns die Sehenswürdigkeiten rund um Ninh Binh vor. Ohne einmal selbst zu Wort zu kommen buchen wir zwei Tage vollgepackt mit verschiedensten Aktivitäten. Weder die einzelnen Aktivitäten, noch deren Reihenfolge können wir uns einprägen. Aber immerhin die Uhrzeit für den Treffpunkt am nächsten Morgen. 

Den angebrochenen Abend nutzen wir, um uns die Stadt anzuschauen. Verkehr gibt es im Gegensatz zu dem in Hanoi kaum, man kann fast mit geschlossenen Augen die Straße überqueren. Dafür leuchten unzählige Reklametafeln und Lichterketten. Weihnachtlich dekorieren können die Vietnamesen, auch wenn es etwas kitschig ist. Und aus so manchem Lautsprecher, sogar an Straßenlaternen, ertönt laute Musik.

Die Suche nach einem Restaurant zum dinieren gestaltet sich schwierig. Auf die allgegenwertige Nudelsuppe mit allen möglichen Beilagen haben wir mittlerweile keine Lust mehr. Wir landen schließlich im Coffee Phong, wo es zur Abwechslung auch mal europäisches Essen gibt. 

Am nächsten Morgen geht es früh los. Ohne Kaffee! Da kein Fahrer für uns Zeit hat, bringt uns der Hotelbesitzer (oder Tourenverkäufer? Man weiß es nicht…) selbst. Nach 10 Metern hält er an und holt frische Ananas, Mango und Wasser aus dem Kofferraum, unser Frühstück, das wir während der Fahrt genießen. Zum Cuc Phuong Nationalpark führt eine schmale Straße durch wilden Urwald. Dort sehen wir uns zuerst ein Affen- und Schildkrötenschutzzentrum an, bevor es noch tiefer in den Urwald geht. Nach der Besichtigung der Cave of Prehistoric Man steht uns eine zweistündige Wanderung bevor mit viiielen Stufen. Höhepunkt dieses Tracks ist der “1.000 year ols tree“.

Den Abschluss des Tagesprogrammes bildet eine gemütliche Bootsfahrt im Van Long Wetland Nature Reserve. In den Sonnenuntergang rudern lassen, sehr romantisch. Einfach innehalten und den Moment genießen.

Zurück in Ninh Binh machen wir uns wieder auf ins Coffee Phong, wo uns die Gelüste nach bekanntem Essen, nach Pizza, übermannen. Nicht die beste Pizza der Welt, aber sie schmeckt. Wie schon am Vorabend fällt uns ein kleines Mädchen auf, das sich im Restaurant ganz zuhause fühlt und die Gäste unterhält. Es macht Spaß, es zu beobachten und lässt dich alles andere für einen Moment vergessen.