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Nichts als Strand und Party auf Maui

Im Tiki Beach Hostel angekommen, setzen wir uns auf der Terrasse zu den anderen. Dort finden wir gleich neue Freunde. Einige davon arbeiten auch im Hostel für kostenlose Unterkunft. Was uns gleich auffällt, ist die überragende “Frauenquote“. Wir drei Jungs sitzen mit zehn Mädels in der Lounge. Deshalb beschließen wir auch vor unserer ersten Nacht im Hostel, dass wir länger als die gebuchten zwei Nächte bleiben wollen. Da kein Zimmer mehr frei ist, ziehen wir nach den ersten beiden Nächten ins Zelt.

Die nächsten Tage wollen wir einfach mal entspannen, nachdem wir in den letzten Wochen fast täglich etwas unternommen haben und mit dem Auto weiter gefahren sind. Deshalb passt es auch perfekt, dass der Strand nur 50 Meter vom Hostel entfernt ist. So pendeln wir zwischen Hostel und Strand, trinken abends ein paar Bierchen oder gehen einen Fischburger essen.

Dann kommt ein frisch gebackener Arzt aus Mainz ins Hostel und es ist aus mit der Ruhe. Morgens nach dem Frühstück drückt er uns schon das erste Bier in die Hand und so geht es dann den ganzen Tag weiter, bis spät nachts. Party am Strand, dann zurück im Hostel und zum Sterne schauen wieder am Strand. Und am nächsten Tag das selbe Spiel. Zwei Tage ohne einen Schluck Wasser, nur morgens eine Tasse Kaffee und Bier. Bis unsere Biermarke im Supermarkt ausverkauft war.

So passiert auch schon mal das eine oder andere Ungeschick. Einmal wollen wir unserem Kollegen beim Surfen ein Bier bringen, fahren mit dem Kajak hinaus und zu ihm hin. Dann erwischt uns eine Welle und wir brechen ihm mit der Spitze des Kajaks zwei Rippen. Am nächsten Tag versenken wir unsere GoPro auf dem Meeresgrund, als wir mit dem Kajak kentern. Dieses Gefährt rühren wir lieber nicht mehr an.

Die letzten Tage auf Maui unternehmen wir dann doch noch etwas. Mit zwei Mädels leihen wir uns einen Van und machen damit die Road to Hana. Über eine abenteuerliche Straße fahren wir ans andere Ende der Insel. Mehr als 50 Brücken überqueren wir dabei, häufig sind sie nur einspurig befahrbar. Wenn man Bergstraßen gewohnt ist, kein Problem. Aber anscheinend sind das nicht alle Verkehrsteilnehmer hier. Dabei machen wir an verschiedenen Wasserfällen Halt, wo wir uns Abkühlung verschaffen.

Am nächsten Tag fahren wir zum Black Rock Beach. Wir klettern gleich über die Klippen hinaus und springen aus etwa 7 Metern ins kristallklare Wasser. Und nochmal, und nochmal, und nochmal.

Am letzten Tag auf Maui werden wir von den kürzlich in Kalifornien kennen gelernten Schweizern vom Tiki Beach Hostel abgeholt. Dafür müssen wir uns schweren Herzens von unseren neu gewonnenen Freunden verabschieden.

Wir fahren über die Insel, schauen Kitesurfern zu, beobachten Schildkröten am Strand, bestaunen einen Surfwettkampf zwischen Jugendlichen und spielen Volleyball am Strand.

Mariposa & Santa Cruz

Vom Yosemite Nationalpark brechen wir auf in Richtung San Francisco. Dabei verbringen wir eine Nacht in Mariposa, wo wir am Pool ein Pärchen aus der Schweiz kennenlernen. Wir erzählen uns von unseren Reisen und verbringen einen gemütlichen Abend mit dem ein oder anderen Bier.

Tags darauf fahren wir weiter an die Küste, nach Santa Cruz. Zum Sonnenuntergang schlendern wir über die Strandpromenade bis hin zum Boardwalk, einem Vergnügungspark inklusive Lift, mit dem man über den Park hinweg fahren kann. Allerdings fehlen die Sitze am Lift, sodass uns dieser Spaß verwehrt bleibt.

Am nächsten Morgen sind wir auf dem Weg ins Silicon Valley, als sich auf dem Freeway ein irrer Motorradfahrer zwischen unserem Mazda und einem anderen Auto hindurch zwängen muss und dabei an unseren Außenspiegel fährt. Nach dem ersten Schock bleiben wir stehen und sehen, dass die Abdeckung fehlt. Ebenso wie der Motorradfahrer, der seine waghalsige Fahrt unbeirrt fortgesetzt hat.

Im Silicon Valley schauen wir uns das Besucherzentrum von Apple an und blicken von dessen Dachterrasse auf das sogenannte Ufo, den Hauptsitz des Technikriesen. Das Besucherzentrum selbst ist modern, clean. Jeder Fingerabdruck auf der Glasfassade wird von einem Mitarbeiter sofort weggewischt. Genau so habe ich mir das vorgestellt.

Endlich ans Meer

Die nächste mehrstündige Fahrt bringt uns ans Meer, endlich. Wir werfen uns auch gleich in die Badehose und laufen zum Strand. Breiter, weißer Sandstrand, menschenleer und die Sonne scheint, perfekt. Bis das Wasser unsere Zehen berührt. Denn das Wasser ist eiskalt, ans hinein springen gar nicht zu denken. Deshalb sind wir auch fast die einzigen Leute hier.

Also zurück ins Hotel, wo wir unser Glück am Pool versuchen. Aber auch da ist das Wasser kein bisschen wärmer. So schmeißen wir uns auf die Liegestühle und genießen die wärmende Sonne bei einem Becher Kalifornischem Chardonnay. Da kann man die Sonne schmecken.

Nächster Stopp Sri Lanka

Frühstück, Pool, Mittagessen, dann fahren wir über nach Lombok. Dort, genauer gesagt in Senggigi, verbringen wir den Abend und die Nacht, bevor es tags darauf zum Flughafen geht. Über Kuala Lumpur fliege ich nach Colombo auf Sri Lanka. Spät abends komme ich im Hostel an, wo mein Kumpel schon auf mich wartet. Er ist direkt aus der Heimat nach Sri Lanka gekommen. Nach ein paar Bierchen, inzwischen ist es mitten in der Nacht, legen wir uns schlafen.

Morgens gibt’s dann ein typisches Frühstück. Reisnudeln, frischen Fisch, Guacamole, Chili-Kokos und Gemüse. Besteck gibt’s aber keines, es wird mit den Händen gegessen. Danach planen wir mit unseren überaus freundlichen Gastgebern unsere zehntägige Reise durchs Land. Schnell bemerken wir, dass die Zeit sehr knapp ist. Deshalb leihen wir uns ein Auto, womit wir die Insel erkunden wollen. Ich geb’s ungern zu, aber es ist ein Prius.

Erster Stopp ist Kalpitiya an der Westküste der Insel. Nach einem Sprung ins Meer gibt’s gegrillten Fisch. Früh morgens fahren wir dann raus auf’s Meer, wo eine horde Delfine vor uns Luft holt. Hunderte dieser zarten Säuger springen immer wieder aus dem Wasser. Ein einmaliges Erlebnis.

Zurück im Strandresort gibt’s ein leckeres Frühstück am Strand. Nach einigen Liegestützen geht’s unter die Dusche im Freien.

Dann fahren wir weiter nach Sigiriya, wo wir den berühmten Lion Rock erklimmen. Zwischen den Ruinen des alten Königspalastes überwinden wir die 1.200 Stufen auf den Felsen; von Affen begleitet. Oben öffnet sich unser Blick auf die umliegenden Felder, Berge und Buddha-Statuen.

Danach geht die muntere Fahrt weiter in Richtung Süden. Dort beziehen wir unsere Unterkunft, Infinity-Pool inklusive. In selbigen springen wir nach dem Abendessen und entspannen uns noch, bevor die wohlverdiente Nachtruhe ansteht.

Beine hochlegen auf Gili Air

Nach der anstrengenden Tour geht’s rüber auf Gili Air. Dort ist dann Beine hochlegen und Schlaf nachholen angesagt. Erst am nächsten Tag erkunde ich ein wenig die Insel. Zu Fuß, denn von meinem Hostel aus sind es nur jeweils wenige hundert Meter bis an die Strände. Und die Bewegung hilft gegen den Muskelkater. Wie auch die Fußmassage, die ich mir gönne.

Auf den Gilis gibt’s weder Autos noch Motorräder, bis auf einige mit Elektroantrieb. Dafür kann man sich von Pferdekutschen herumfahren lassen. Polizei braucht es dann ja keine. So bekommt man überall Marihuana und Magic Mushrooms angeboten. Man lehnt natürlich respektvoll ab.

Dann lege ich mich an den Pool im Beranda Hostel, das eher einem Ressort gleicht. Die Bungalows sind zwar nicht groß, aber gemütlich. Und am Pool mit großem Garten drumherum kann man gut entspannen.

Danach beginnt es zu regnen, deshalb gehe ich zum Mittagessen nur ins neu eröffnete Restaurant Eating Freely nebenan. Die Leute sind da sind super und wir unterhalten uns mehrere Stunden lang. Der Besitzer erzählt von seinen Erfolgen im nationalen Barkeeper-Wettbewerb und bittet mich um Tipps, wie er die Passanten ansprechen soll, damit sie einkehren. Zurück im Hostel nutze ich das Wetter und schwimme im verlassenen Pool einige Runden.

Pünktlich zum Sonnenuntergang hellt der Himmel dann etwas auf, sodass ich mich auf den Weg zum Strand mache. Auf der Türschwelle stehen plötzlich zwei meiner Trekking-Kollegen vor mir und wir gehen zusammen zum Strand.

Der Himmel beginnt bereits, sich zu färben. Lila, violett, orange, feuerrot. Ein unglaubliches Naturschauspiel und definitiv der beste Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe.

Nach zwei Cocktails und einem Rückblick auf unsere gemeinsame Tour essen wir gemeinsam zu Abend. Tags darauf, nach veganen Pancakes mit Kokosschaum zum Frühstück, gehe ich zum Schnorcheln. Die erhofften Schildkröten habe ich zwar nicht gesehen, dafür aber viele von Nemos Freunden.

Auf dem Weg zurück entdecke ich Aura Bowl, ein kleiner Stand, wo es leckere Smoothie Bowls gibt. Frisch pürierte Früchte, Haferflocken, Nüsse, Trockenfrüchte und Obst on top, da kann ich natürlich nicht Nein sagen.

Danach wage ich mich wiedermal an die Liegestütze. Zum Abkühlen ein Sprung in den Pool, dessen Wasser aber ziemlich warm ist. Zum Abendessen geselle ich mich zu meinen Freunden nebenan. Dort laden mich zwei Schweizer zu ihrem Tisch ein. Ich erzähle ihnen von den guten Cocktails und müssen diese dann natürlich auch probieren. Wir verbringen einen lustigen Abend.

Lombok, das Bali ohne Massentourismus

Mit Van, Speedboat und Motorradtaxi gelange ich tags darauf nach Lombok. Nach dem Mittagessen im einzigen fußläufig erreichbaren Warung (Restaurant) spaziere ich zum Strand. Außer einigen Schiffsbauern ist hier nichts los. Nach einem Sprung ins kalte Nass klettere ich über die Klippen zur nächsten Bucht. Da bin ich jetzt komplett alleine und hlre nichts außer das Rauschen des Meeres. Kein Vergleich zu Bali. Hier weiden noch Kühe auf dem Fußballplatz.

Pünktlich zum Sonnenuntergang darf’s dann etwas Sport sein. Die nächste Einheit des Liegestütze Trainingsplans steht auf dem Programm, genauso wie eine Tabata für Beine und Körpermitte.

Am nächsten Morgen gibt’s erstmal Frühstück im Hostel. Balinesischer Kaffee und Bananen-Kokos-Pfannkuchen. Warum sie ihren Kaffee hier nicht filtern, bleibt mir ein Rätsel. An das viele Pulver werde ich mich die verbleibenden Tage wohl nicht mehr gewöhnen. Dafür bekommen wir Nachschlag, und zwar den ganzen Tag lang.

Dann leihe ich mir einen Motorroller und fahre damit nach Senggigi, einem schönen Strandort weiter im Süden. Helm, Führerschein, Nummernschild, alles überbewertet. Über den Markt gehe ich zur Strandbar, jeweils menschenleer. Wie auch der Strand, bis auf einige Souvenirverkäufer. Die konzentrieren sich deshalb ganz auch mich. Zeitweise sitzen drei davon bei mir am Tisch, wo ich eigentlich in Ruhe mein zweites Frühstück genießen will. Kaffee und ein Teller mit frischen Früchten.

Gestärkt mache ich mich auf zu zwei Wasserfällen im Krandangan Nationalpark. Schon auf dem Weg dorthin komme ich zur Erkenntnis, dass ich wohl alleine da sein werde; immer wieder durchbreche ich Spinnennetze. So ist es dann auch. Der zweite Wasserfall begrüßt mich mit einem kleinen Regenbogen. Und ich kann mich austoben, den besten Platz zum Sonnenbaden im Wasser für mich beanspruchen. Erst auf dem Rückweg begegnet mir eine Gruppe junger Leute.

Zum Mittagessen werde ich in der Strand in Senggigi willkommen geheißen wie ein guter Freund. Immerhin bin ich nicht mehr der einzige Tourist. Zum Verdauen lege ich mich an den Strand.

Musik an, Welt aus.

Im Hostel probiere ich mich wieder in Calisthenics, um die Mobilität meiner Muskeln und Gelenke zu verbessern. Für einige Übungen bin ich noch zu eingerostet, aber dranbleiben und weiter daran arbeiten.

Was einmal zur Routine geworden ist, kostet keine Überwindung mehr.

Zum Abendessen nehme ich wieder den Roller und fahre in ein schickes Restaurant am Strand. Auf einer gemütlichen Liege genieße ich den Sonnenuntergang zum Essen. So lässt es sich leben.

Endlich etwas Bali-Flair

Weiter geht die Reise nach Ubud, ins Landesinnere Balis. Hier soll es um einiges gelassener zugehen als in den Strandorten im Süden der Insel. Tatsächlich ist es um einiges ruhiger, sieht man einmal von den vielen Motorrädern ab. Tempel reihen sich fast aneinander und jedes Haus hat seinen eigenen Altar um täglich Opfergaben zu platzieren.

Im Zentrum lässt sich die Beliebtheit der zentral gelegenen Stadt erkennen; schicke Restaurants und Bars wechseln sich mit modernen Markenshops und Souvenierläden ab.

In einem dieser schicken Restaurants, im Café Des Artistes, gönnen wir uns am Abend ein köstliches Steak. Nicht gerade günstig für Balinesische Verhältnisse, aber jeden Cent wert. Nach dem Essen gesellt sich noch der Besitzer des Lokals zu uns und wir verbringen einen lustigen Abend.

Am nächsten Morgen unternehmen mein Schweizer Zimmergenosse und ich mit zwei Mädels eine Tour in den Norden der Insel. Erster Stopp ist der Ulun Danu Beratan Tempel. Die Anlage schmiegt sich an den Beratan See und ist ein wahrer Touristenmagnet.

Weiter geht die muntere Fahrt über schmale Straßen, an Affen vorbei, bis zum Gitgit Wasserfall. Durch das aufstaubende Wasser wird man schon auf dem Weg dorthin nass. Bevor man den Kameraauslöser ein zweites Mal betätigen kann, ist die Linse auch schon mit Tropfen übersät.

Letzter Abstecher auf unserer Fahrt ist Lovina im Norden der Insel. Der kleine Ort, dessen Namen vom englischen Wort für Liebe abgeleitet wurde, ist bekannt für seinen schwarzen Strand aus Vulkansand. Leider ist er auch ziemlich verschmutzt. Dafür haben wir ihn fast für uns alleine. So fahren wir nach dem kurzen Vergnügen zurück nach Ubud.

Am Abend treffen wir die beiden deutschen Jungs wieder und gehen abermals gut essen. Im Anschluss treten wir in einer Lounge im Poolbillard gegeneinander an. Natürlich gewinnt Team Schweiz-Südtirol.

Früh morgens schleicht das Gewinnerteam aus dem Zimmer, um eine kleine Wanderung zu unternehmen. Ein toller Sonnenaufgang bleibt uns leider verwehrt. Dafür sehen wir grüne Reisterrassen, bevor es zum Frühstück zurück ins Hostel geht.

Dann erstmal die Beine hochlegen. Dafür eignet sich das Puji Hostel mit Blick vom Pool aus auf die Reisfelder ganz gut. Hier lässt es sich gut entspannen nach den Sightseeing Touren. Das ist schon eher das Bali, das ich mir vorgestellt habe.

Vom Nest in den Hafen

Mit der Fähre überschippere ich von Coron nach El Nido. Es mutet tatsächlich ein wenig wie ein Nest an, mit den steil aufragenden Felsen. Zum Sonnenuntergang setzt man sich am besten in eine der Strandbars, die mit Happy Hour locken. Bei einem Cocktail treffe ich dann auch meinen Kumpel und seine Freunde wieder. Da es der letzte Abend seiner langen Reise ist, schöpfen wir ihn voll aus.

Am nächsten Tag ist deshalb faulenzen angesagt. Der Strand direkt in El Nido ist zwar nichts besonderes, trotzdem lässt es sich gut aushalten. Tagsüber sind viele bei einer der verschiedenen Insel-Hopping-Touren, deshalb findet man genug Platz im Schatten für sein Strandtuch. Wenn es sich nicht einer der Hunde zu eigen machen will.

Be graceful

Den letzten Tag im von Spaniern und Südamerikanern bevölkerten El Nido gehe ich ähnlich gemächlich an. Mittags stehe ich für eine leckere Smoothiebowl in der prallen Sonne Schlange, bevor abends wieder etwas Sport auf dem Plan steht. Tabata auf der Dachterrasse des Hostels.

Start today to be the person you want to be tomorrow.

Am nächsten Morgen geht die Reise auch schon weiter nach Port Barton, bei strömendem Regen. Das tut der Eile des Fahrers aber keinen Abbruch, bis wir plötzlich auf nassem Lehmboden zum Drift ansetzen. Aber er scheint immer noch Spaß daran zu haben, während sich seine Fahrgäste hinten festkrallen. Wir kommen schließlich gut in Port Barton an, wo die “Straßen“ auch aus Sand, Steinen und Schlaglöchern bestehen. Strom gibt’s im Hostel für einige Stunden am Abend. Dann muss man aber auch mit Stromausfall rechnen.

Dort muss ich erstmal arbeiten, an meiner Bräune. Zum Sonnenuntergang darf’s dann wieder ein Drink in einer der Strandbars sein. Vor dem Abendessen tue ich dann meinem Körper etwas Gutes mit einigen Dehn- und Mobilisationsübungen.

Your body is your temple.

Den folgenden Tag verbringe ich auf bzw. im Wasser. Ich mache eine Island-Hopping-Tour rund um Port Barton. Wir schnorcheln über Korallen mit bunten Fischen und essen und entspannen dazwischen immer wieder an einsamen Stränden. Absolutes Highlight ist die Begegnung mit einer riesigen Schildkröte, die mir genau vor die Linse schwimmt.

An einer etwa 10m² großen Sandbank mitten im Meer treffen wir dann auch noch auf einige Seesterne. Sie liegen tiefenentspannt im kristallklaren Wasser und lassen sich von der Touristenhorde nicht aus der Ruhe bringen.

Den folgenden Tag mache ich mich auf festem Untergrund auf zu einem nahegelegenen Wasserfall. Da es nicht der bekannte Wasserfall ist, zu dem ich eigentlich vor hatte zu gehen, bin ich ganz alleine da. Deshalb nutze ich die Gelegenheit, um unbeobachtet einige neue Kraft- und Mobilisationsübungen auszuprobieren.

Nothing will change until you change.

Danach mache ich mich auf den Weg zum nahegelegenen Strand. Dort gibt’s ein kleines Restaurant mit 3 Tischen, wo ich einen köstlichen Fisch und zum Nachtisch eine gegrillte Banane genieße. Mit Blick auf den einsamen Strand und das Meer. Als dann doch noch ein paar Seelen auftauchen, suche ich mir ein schattiges Plätzchen am Strand entlang und lausche nichts außer dem Rauschen der Wellen.

Enjoy your life, you only have one.

Nach dem obligatorischen Drink bei Sonnenuntergang (Bier für €0,78 und dazu gratis Erdnüsse und einen Cuba Libre) steht die nächste Serie meines Liegestütze-Trainingsplans an. Da die ersten Tage und Wochen noch recht einfach sind, verwende ich zusätzlich ein Widerstandsband.

Give yourself challenges and complete them.

Insel-Hopping in Coron

Um 5:30 Uhr morgens geht mein Flieger nach Busuanga nahe Coron, gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang über den Wolken. Wunderschön, wie sich der Himmel von dunkelblau erst gelb und dann feuerrot färbt, bevor sich die Sonne zeigt.

In Coron entspanne ich erstmal ein wenig, bevor ich mir die Laufschuhe anziehe und auf den nahegelegenen Mt. Tapyas renne. Er ist zwar nur 163 Meter hoch, aber die knapp 800 Stufen haben es in sich.

Don’t do what all the others do.

Find your own way.

Viele, an denen ich vorbei laufe, sind schon nach wenigen Metern außer Atem. Auf auf dem Gipfel bin ich dann aber auch richtig platt. Dafür werde ich mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt.

Dafür gesellen sich mein Kumpel und seine Freunde dazu, die ich wieder zufällig da treffe. Danach gehen wir noch gemeinsam zum Italiener, wo es eine richtig gute Pizza gibt.

Am nächsten Morgen muss ich wieder früh raus. Ich mache die Ultimate Island Tour, bei der wir 6 verschiedene Attraktionen rund um Coron ansteuern. Mit Fischen schnorcheln in den Twin Lagoons und beim Skeleton Wreck.

Dann gibt’s Lunch direkt über kristallklarem Wasser. Frisch auf dem Boot gegrillter Fisch, Muscheln, Algen, alles was das Meer so bietet.

Weiter geht die Fahrt mit 18 Passagieren und unseren lustigen Guides zum Kayangan Lake, wo wir erstmal einige Stufen erklimmen müssen, um auf der anderen Seite zum See hinabzusteigen. Da spüre ich meinen Berglauf vom Vortag ganz schön in den Beinen. Dafür werden wir mit kristallklarem Wasser und einer Höhle, in die man hineinschwimmen kann, belohnt.

Beim nächsten Stopp, dem CYC Strand, kann ich dann meine Beine etwas hochlegen. Und auch bei den Siete Pecados liege ich auf dem Boot und genieße die Sonne.

Schnorcheln mit den größten Fischen der Welt

Weiter geht meine Reise auf der Insel Cebu. Vom Flughafen in Cebu City fahre ich nach Boljoon, ab der Ostküste der Insel. Als ich gegen 18:00 Uhr im Noordzee Hostel ankomme, ist es bereits dunkel. Trotzdem können sich der Privatstrand mit den gemütlichen Liegen, die Strandbar und das Restaurant mit Meerblick sehen lassen.

Mein Gemeinschaftszimmer hingegen ist etwa 9m² groß und beherbergt 9 Leute. Jeweils 3 Betten übereinander, dazwischen kaum Platz zum umdrehen. Aber die Betten sind gemütlich und zum Schlafen reicht’s.

Beim Check-In lerne ich gleich zwei Mädels kennen, die mich einladen, am nächsten Morgen mit ihnen nach Oslob zu fahren und dort mit den Walhaien zu schnorcheln. Es sind dies die größten Fische der Welt, die man ansonsten nicht so leicht vor die Linse bekommt. Deshalb heißt es um 4:30 Uhr aufstehen und dann ab ins Wasser. Von einem kleinen Boot aus werden die riesigen Tiere gefüttert, sodass sie an den Booten mit dem staunenden Publikum entlang schwimmen. Wenn sie dann an deinem Boot vorbei kommen, heißt es schnell sein. Abtauchen und vom Bootsführer Fotos schießen lassen. Wirklich ein einmaliges Erlebnis.

Dann entspannen wir gemeinsam am Strand im Hostel. Und weil der Tag lang ist, wenn man so früh aus den Federn kommt, steht abends noch ein Bodyweight-Workout am Strand an. Liegestütze von meinem 7-Wochen-Programm und anschließend 2 Tabatas. Im lockeren Sand sind die Übungen noch anstrengender als ohnehin schon.

Auch die nächsten 3 Tage verbringen wir bzw. ich im Hostel. Warum auch woanders hin gehen, wenn man da alles hat, was man braucht. Die Liegen eignen sich gut für Yoga bzw. Streching. Bei vielen Übungen werden für eine gute Ausführung flexible Muskeln benötigt und außerdem beugt man dadurch Verletzungen vor.

Da früh aufstehen mut der richtigen Morgenroutine kein Problem ist, sehe ich mir am nächsten Tag den Sonnenaufgang an. Um 5:30 Uhr aufstehen, Sonnenaufgang, Workout.

Dieses Mal integriere ich die Fitnessgeräte, die am Strand bereitstehen. Liegestütze und anschließend je eine Bodyweight- und Hantel-Tabata. Wie viel die aus Beton gegossenen Hanteln wiegen, weiß niemand so genau.